Grippewelle - kommt sie oder kommt sie nicht?

28.01.2016

Was tun bei Grippe?

Bochum: Atemwegserkrankungen und Erkrankungen mit grippeähnlichen Symptomen nehmen saisonbedingt zu. Auch die Zahl tatsächlicher Grippefälle steigt der Jahreszeit entsprechend an. Zwar melden die Grippebeobachter des Robert Koch-Instituts (RKI) keine außergewöhnlichen Vorkommnisse, Krankenstände und Patientenzahlen in Arztpraxen steigen dennoch.


Welche Bedeutung die unterschätzte Krankheit „Grippe“ hat, belegen Zahlen aus dem Influenzasaisonbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert Koch-Instituts. Danach führte die Grippewelle der vergangenen Saison (2014/2015) zu 6,2 Millionen zusätzlichen Arztbesuchen und rund 31.000 zusätzlichen Krankenhauseinweisungen. Viele tausend Tote gehen jährlich auf das Konto der Viruserkrankung. Besonders betroffen sind Personen über 60 Jahre sowie chronisch Kranke. Wirksamer Schutz: die Grippeschutzimpfung.

Für diese Risikogruppe fordert die Weltgesundheitsorganisation eine Impfquote von mindestens 75% - davon ist Deutschland weit entfernt. Wesentliche Gründe für die Impflücke sind mangelndes Wissen um die Gefährlichkeit der Erkrankung und allgemeines Misstrauen in Impfungen. So ist etwa die Hälfte der Risikopersonen der falschen Meinung, eine Grippe-Impfung könne die Erkrankung verursachen.

Auch der Krankenstand in den Betrieben steigt saisonbedingt. Atemwegserkrankungen verursachen bei den VIACTIV-Mitgliedern im Jahr jede vierte Krankschreibung. Allerdings handelt es sich hierbei in der Regel um kurzzeitige Erkrankungen mit durchschnittlich sieben Krankheitstagen pro Fall. Für die Krankengeldausgaben der Kasse spielen sie daher eine untergeordnete Rolle. Anders bei den Arbeitgebern, sie tragen einen großen Teil der durch Atemwegserkrankungen verursachten Kosten.

Neben der Grippeschutzimpfung wirken einige einfache Regeln zur Hygiene vorbeugend: weniger „shake hands“, dafür öfter Händewaschen. In vielen Betrieben und öffentlichen Einrichtungen stehen zusätzlich zu Wasser und Seife Desinfektionsmittel zur Verfügung. Abstand zu anderen halten wirkt genauso gegen die Verbreitung von Grippeviren wie Husten und Niesen in ein Taschentuch. Wenn es einen dann doch erwischt hat - zu Hause bleiben und auskurieren. Das gilt besonders für Beschäftigte, um eine betriebsinterne Grippewelle zu vermeiden. Regelmäßiges Lüften und ausreichend Trinken stärken die eigene Abwehr und verbessern die Chance gesund zu bleiben.

Wer jetzt für diese Saison noch den Entschluss fasst, sich gegen Grippe impfen zu lassen, sollte das mit seinem Arzt oder im Betrieb mit dem Betriebsarzt besprechen. Der Impfschutz ist 10 bis 14 Tage nach der Impfung wirksam. Entwickelt sich eine Erkrankungswelle wie in den vergangenen Jahren, ist in den kommenden Wochen weiter mit einer deutlichen Zunahme der Fälle zu rechnen.

Die VIACTIV Krankenkasse übernimmt die Kosten für Grippeschutzimpfungen im Rahmen der Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) sowie der regionalen Impfvereinbarungen und Verträge mit Ärzten.

Fragen zur Prävention und zu geeigneten Maßnahmen bei Grippe- und Erkältungskrankheiten beantwortet die VIACTIV Gesundheitsberatung 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche – 0800 1 405 5412 2090.

Über die VIACTIV Krankenkasse:
Die VIACTIV betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an über 60 Standorten ca. 770.000 Versicherte und 110.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland. Hauptsitz ist Bochum (NRW).
VIACTIV ist hervorgegangen aus Fusionen der Betriebskrankenkassen namhafter Betriebe: u.a. Krupp, Mannesmann, Opel, Dräger, Evonik, LWL, Werften in Rostock und Wismar.

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