Die ersten Spinner sind da

04.05.2016

© Peter Mason / 42-47301398 / Corbis Kontakt mit den Gifthaaren des Eichenprozessionsspinners auf jeden Fall vermeiden.

Bochum: Das Frühjahr ist die Zeit des Eichenprozessionsspinners – ein Nachtfalter, dessen Raupen man fast ausschließlich auf Eichen antrifft. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners schützen sich mit Gifthaaren vor Feinden; die können zu heftigen allergischen Reaktionen der Haut, Augen und Atemwege führen.


Der Eichenprozessionsspinner ist zunächst ein Baumschädling – seine Raupen ernähren sich von Eichenblättern. Aber er ist auch für Mensch und Tier durchaus unangenehm. Im Mai und Juni bilden die Raupen große Nester an Baumstämmen oder in Astgabeln. In diesem Stadium entwickeln sie Gifthaare, die sie in die Nester einspinnen. Sie sollen vor natürlichen Feinden schützen. Gifthaare und leere Puppenhüllen können heftige Allergien und Hautreizungen auslösen. Die Beschwerden reichen von heftig juckenden Hautausschlägen bis zu Asthmaanfällen. Da die mikroskopisch kleinen Härchen durch den Wind verteilt werden, sind auch umliegende Gebiete betroffen.

Bevorzugt werden von dem Nachtfalter vor allem besonnte Eichen und Alleebäume. Das Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile von Nordrhein-Westfalen und Süddeutschland sowie Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Bekämpft wird der Schädling an vielen Orten, dennoch nimmt seine Verbreitung zu. In der Regel weisen Kommunen und Behörden in besonders belasteten Gebieten auf die Gefahren hin. Menschen sollten diese Hinweise unbedingt beachten und zum Beispiel befallene Parks oder Wälder meiden.

Kommt man dennoch mit den Gifthaaren des Eichenprozessionsspinners in Kontakt, sollte man schnellstens die Kleidung wechseln und waschen. Duschen, Haare waschen und Augen mit Wasser spülen gehört zum Erste-Hilfe-Programm. Kaltkompressen können gerade auf der juckenden Haut lindernd wirken. Bei starken und anhaltenden Reaktionen unbedingt den Arzt aufsuchen.

Mögliche Reaktionen sind:

  • sehr unangenehme Hautreaktion mit punktuellen Rötungen, Juckreiz und Brennen (kann bis zu 14 Tage anhalten)
  • Reizung der Augen-Bindehaut
  • Reizungen im Mund-/Rachenraum; Halsschmerzen; Husten; in seltenen Fällen asthmaähnliche Beschwerden 
  • in sehr seltenen Fällen: allergische Schockreaktionen

Fundstellen sollten den örtlichen Behörden gemeldet werden, damit die Eichenprozessionsspinner sachgerecht bekämpft werden können.

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