Beim Ertasten von Brustkrebs helfen „discovering hands“

24.04.2015

Frauen ab 30 Jahren haben Anspruch auf Brustkrebsvorsorgeuntersuchungen.

Bochum: Eine von acht Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs, errechnet das Robert-Koch-Institut. Mit über 70.000 Neuerkrankungen jährlich ist Brustkrebs in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Die Erkrankung tritt insbesondere zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr auf. Zunehmend erkranken auch jüngere Frauen.


Allein in Nordrhein-Westfalen erkrankten im Jahr 2010 rund 17.300 Frauen neu an Brustkrebs. Im gleichen Zeitraum starben nahezu 4.000 Frauen an dieser Krebsart – davon war rund ein Viertel jünger als 60 Jahre.

Als lebensstilbedingte Risiken gelten vor allem Übergewicht und Bewegungsmangel, auch Alkoholkonsum ist als Risikofaktor belegt. In seltenen Fällen kann eine erbliche Belastung für Brustkrebs vorliegen, die mit einem deutlich höheren Erkrankungsrisiko und jüngerem Erkrankungsalter einhergeht.

Vorsorge besonders wichtig
Auch beim Thema Brustkrebs gilt: je eher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Daher können Frauen ab 30 Jahren im Rahmen der gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen an der Früherkennung von Brustkrebs teilnehmen. Hierbei handelt es sich um eine Tastuntersuchung durch den behandelnden Frauenarzt. Außerdem soll der Arzt die Patientinnen zur Selbstuntersuchung der Brust anleiten. Aus Sicht der Deutschen Krebshilfe ist die Tastuntersuchung der Brust für Frauen ab 30 Jahren als alleinige Maßnahme zur Brustkrebs-Früherkennung nicht ausreichend. Das Mammographie-Vorsorgeprogramm steht Frauen aber erst zwischen 50 und 69 Jahren zur Verfügung.

Eine besondere Form der Tastuntersuchung setzt auf den hochsensiblen Tastsinn blinder Frauen. „discovering hands“ – entdeckende Hände – heißt diese Methode. In einer theoretischen und praktischen Ausbildung qualifizieren sich blinde Frauen zur Medizinischen Tastuntersucherin (MTU). Sie können bereits kleinste Gewebeveränderungen und Anomalien ertasten. Damit unterstützen sie die Arbeit des Arztes. Die Untersuchung dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Ergibt sich ein Tastbefund, kann der behandelnde Arzt alle Möglichkeiten zur Klärung nach den Leitlinien einsetzen.

Kassenleistung ist „discovering hands“ allerdings nicht. Dennoch erstattet die BKK vor Ort Frauen die Untersuchung jährlich mit bis zu 46,50 Euro. Fragen beantwortet die BKK vor Ort unter 0800 222 12 11.

Informationen zu discovering hands unter: www.discovering-hands.de

Über die BKK vor Ort:
Die BKK vor Ort betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an über 70 Standorten rund 780.000 Versicherte und ca. 110.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland.
Sitz der BKK vor Ort ist Bochum in Nordrhein-Westfalen.

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