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Das gesamte BGM-Team der VIACTIV Krankenkasse steht auf einer Tartanbahn. | VIACTIV Krankenkasse

Impulse für mehr Gesundheit in Unternehmen: Einblicke in unser externes BGM

von VIACTIV Krankenkasse | 19.05.2026
Bitte beachten Sie, dass sich die Aktualität der Inhalte immer auf das Veröffentlichungsdatum bezieht.
8min Lesezeit
Die VIACTIV Mitarbeitenden Emma Seifert und Norbert Winzen aus dem BGM-Team sitzen auf einem Sofa. | VIACTIV Krankenkasse

In einem unserer letzten Beiträge haben wir unser internes BGM vorgestellt. Nun richten wir den Blick auf das externe BGM. Emma (26) und Norbert (61) sind Teil des externen BGM-Teams und betreuen die Regionen Nord bzw. NRW. Das Team begleitet rund 70 Unternehmen mit insgesamt etwa 70.000 bis 80.000 Mitarbeitenden. Im Interview geben sie Einblicke in ihre Aufgaben, ihren Arbeitsalltag und die Zukunft des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Was unterscheidet das externe BGM vom internen, und was macht es besonders?

Emma: Das interne BGM richtet sich an die eigenen Mitarbeitenden der VIACTIV. Das externe BGM hingegen richtet sich an Unternehmen, die wir betreuen. Diese sind unterschiedlich groß: von kleinen Betrieben mit wenigen Mitarbeitenden bis hin zu großen Trägerunternehmen mit mehreren Tausend Beschäftigten.

Da wir die Strukturen und Aufgabenfelder der Betriebe zu Beginn oft noch nicht kennen, legen wir großen Wert auf den Austausch und die Arbeit mit unseren Ansprechpersonen. So erhalten wir ein erstes Bild über die Rahmenbedingungen und Bedarfe der Unternehmen und lernen die Menschen, die dort arbeiten, kennen. Als externer Partner haben wir den Vorteil, dass wir einen objektiven Blick von außen mitbringen und dadurch neue Impulse setzen können.

Norbert: Und ein wichtiger Punkt, der nicht zu unterschätzen ist: Wir betreiben zwar das BGM und fördern die Gesundheit der Mitarbeitenden in den Unternehmen, aber im Kontakt mit Führungskräften, Betriebsärzten oder Verantwortlichen vor Ort sind wir vor allem auch das Gesicht der VIACTIV. Das bringt eine besondere Verantwortung mit sich.

Warum ist Betriebliches Gesundheitsmanagement für Unternehmen und ihre Mitarbeitenden so wichtig?

Emma: Für Unternehmen bedeutet ein gutes BGM vor allem gesündere, zufriedenere und leistungsfähigere Mitarbeitende. Das stärkt die Arbeitgeberbindung und wirkt sich langfristig positiv auf die Produktivität des Unternehmens aus. Ziele von BGM sind dabei die Reduzierung krankheitsbedingter Fehlzeiten (Absentismus), aber auch die Verringerung von Leistungseinschränkungen während der Arbeitszeit durch körperliche oder mentale Belastungen (Präsentismus). Darüber hinaus stärkt das Betriebliche Gesundheitsmanagement die Arbeitgeberattraktivität. Gesundheitsangebote können dazu beitragen, dass sich Mitarbeitende stärker mit ihrem Unternehmen identifizieren können.

Norbert: Aus Sicht der Mitarbeitenden verfolgen wir den salutogenetischen Ansatz, das heißt vor allem Prävention statt Reaktion auf Krankheiten. Ziel ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und die Menschen zu unterstützen, aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun – im Arbeitsalltag sowie im Privatleben. Zusätzliche Effekte können ein besseres Betriebsklima und ein stärkeres Miteinander sein. Gemeinsame Aktivitäten wie Betriebssport fördern den Teamzusammenhalt und steigern die Zufriedenheit bei der Arbeit. Gleichzeitig erleben die Mitarbeitenden Wertschätzung von ihrem Arbeitgeber und können die Tipps für ihre Gesundheit mit in das Privatleben nehmen. Und wir als VIACTIV profitieren ebenfalls langfristig von Arbeitgebern, die sich präventiv um die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden sorgen.

Wie seid ihr als BGM-Team aufgestellt, und wie arbeitet ihr zusammen, um das BGM umzusetzen?

Norbert: Unser Team besteht aus elf Mitarbeitenden mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen: von Ernährung und Bewegung über Pädagogik bis hin zu Sozialversicherungsfachangestellten. Dadurch können wir ein breites Themenspektrum abdecken und individuell auf die Bedürfnisse der Unternehmen eingehen. Insofern können wir zu den klassischen Präventionsthemen immer etwas anbieten oder erarbeiten etwas gemeinsam mit den Unternehmen. Im Team sind wir nach Regionen eingeteilt, sodass jede Person feste Ansprechpersonen für bestimmte Gebiete hat. Bei Unternehmen, die bundesweit tätig sind, gibt es eine zentrale Ansprechperson aus unserem Team.

Emma: Außerdem haben wir eine hohe Diversität in unserem Team. Wir kombinieren Innovation mit Berufserfahrungen. Dadurch betreuen wir manche Unternehmen auch im Tandem oder können uns gegenseitig zu Best-Practice-Erfahrungen austauschen. Zudem haben wir eine großartige Teamexpertin, die uns stets unterstützt und zur Seite steht, uns dabei aber auch die nötige Flexibilität und Freiheit lässt.

Welche Aufgaben sind im Bereich des externen BGM besonders wichtig und worauf legt ihr euren Schwerpunkt?

Norbert: Am wichtigsten ist uns, das Thema Mitarbeitendengesundheit aus der Perspektive des Unternehmens zu denken. In der Regel kommen viele Unternehmen zunächst mit Einzelmaßnahmen auf uns zu, indem sie beispielsweise einen Gesundheitstag anfragen. Das ist oft ein guter Einstieg, greift aus unserer Sicht allerdings zu kurz. Unser Ziel ist es, die Vorstellung dafür zu erweitern, dass das Betriebliche Gesundheitsmanagement mehr ist als einzelne Aktionen. Wir setzen daher oft bewusst früher an und stellen die entsprechenden Fragen: Wie sieht das Gesundheitsmanagement im Unternehmen bisher aus? Welche Rolle spielen Führungskräfte? Welche Strukturen gibt es bereits? Auf dieser Basis unterstützen wir die Unternehmen dabei, ein ganzheitliches Verständnis für Gesundheit zu entwickeln. Unser Ziel ist es, Unternehmen zu befähigen, eigenständig nachhaltige Maßnahmen umzusetzen. In gewisser Weise verstehen wir uns dabei auch als Impulsgeber oder Botschafter der VIACTIV für das Thema Gesundheit.

Emma: Die konkreten Aufgaben unterscheiden sich je nach Unternehmen stark. Manche Unternehmen haben bereits ein gut aufgestelltes BGM, hier begleiten wir eher beratend. Andere starten bei null. Dort unterstützen wir beim Aufbau eines strukturierten Konzepts. Idealerweise beginnen wir mit einer Analyse, zum Beispiel durch Befragungen oder einen Gesundheitsbericht. Darauf aufbauend entwickeln wir geeignete Maßnahmen, die möglichst praxisnah und niederschwellig für die Mitarbeitenden zugänglich sind. Das kann von ersten Aktionen wie einem Gesundheitstag bis hin zu Vorträgen, Workshops oder tiefgreifenderen Aktionen reichen.

Welche Impulse gebt ihr Führungskräften, um die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden nachhaltig zu fördern?

Norbert: Führungskräfte spielen eine wichtige Rolle, weil ihr Verhalten einen großen Einfluss auf die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden hat. Gleichzeitig stehen sie selbst oft unter besonderem Druck und einem erhöhten Gesundheitsrisiko, etwa durch die Anforderungen von oben und Erwartungen von unten. Deshalb ist die eigene Gesundheit ein wichtiger Ansatzpunkt: Wie gehe ich selbst mit Belastungen und meiner eigenen Gesundheit um? Welche Vorbildfunktion habe ich? Welche Möglichkeiten habe ich? Wer ein Bewusstsein für die eigene Gesundheit entwickelt, kann diese auch besser in das Team tragen. Für Schulungen arbeiten wir häufig mit externen Expertinnen und Experten zusammen, die über entsprechende Führungserfahrungen verfügen. So stellen wir sicher, dass die Inhalte praxisnah und verständlich sind.

Emma: Kurz gesagt: Gesunde Führung beginnt bei gesunder Selbstführung.

Könnt ihr einen Einblick geben, wie ein Gesundheitstag abläuft?

Norbert: Gesundheitstage gestalten wir immer individuell, je nach Unternehmen und gewünschtem Schwerpunkt, zum Beispiel mentale Gesundheit oder Ernährung. Typischerweise haben wir verschiedene Angebote: interaktive Aktionen wie Bewegungs- oder Ernährungsstationen, kurze Gesundheitschecks, sogenannte Screenings, sowie Vorträge oder Workshops zu unterschiedlichen Themen. Ziel ist es, die Mitarbeitenden niedrigschwellig anzusprechen und ihnen konkrete Impulse für den Alltag mitzugeben. Neben den Inhalten spielt aber auch der persönliche Austausch eine große Rolle. Wir kommen mit unterschiedlichen Menschen ins Gespräch, von Führungskräften bis hin zu Mitarbeitenden aus Produktion oder Kundenservice. Dabei geht es immer um ein positives Thema: die eigene Gesundheit.

Emma: Gerade für neue Unternehmen sind die Gesundheitstage oft ein guter Einstieg. Sie schaffen Sichtbarkeit für uns als VIACTIV sowie das Thema Gesundheit und zeigen den Mitarbeitenden, dass sich ihr Arbeitgeber engagiert. Gleichzeitig können sie der Auftakt für weiterführende Maßnahmen sein.

Was begeistert euch besonders an eurer Arbeit im externen BGM?

Emma: Für mich ist es vor allem die Vielfalt. Jedes Unternehmen ist anders, und man lernt ständig neue Menschen und Arbeitswelten kennen. Besonders schön ist die direkte Rückmeldung der Mitarbeitenden. Viele freuen sich über die Angebote und nehmen diese dankbar an. Oft erreichen wir auch Menschen, die sich bisher wenig mit dem Thema BGM beschäftigt haben. Mit ihnen ins Gespräch zu kommen und erste Impulse zu setzen, ist besonders wertvoll.

Norbert: Mich motiviert vor allem, dass unsere Arbeit einen echten Mehrwert bietet. Wir können Menschen dazu anregen, kleine Veränderungen in ihrem Alltag umzusetzen. Sei es mehr Bewegung, bewusstere Ernährung oder ein besserer Umgang mit Stress. Auch wenn wir nicht alle erreichen, setzen wir immer wieder Impulse. Und genau das macht den Job für mich so sinnvoll.

Wenn ihr in die Zukunft blickt: Welche Ideen oder Pläne gibt es, das externe BGM weiterzuentwickeln?

Emma: Ich würde sagen, wir sind gerade schon dabei. Ein wichtiger Ansatz ist die stärkere Vernetzung von Unternehmen untereinander. Dafür organisieren wir aktuell bereits im dritten Jahr eine Arbeitgeberveranstaltung, bei der sich die Unternehmen austauschen, voneinander lernen und neue Impulse erhalten können. Der Fokus der letzten Veranstaltung lag auf dem Trendthema „Sucht in digitalen Medien“. Solche und weitere Trendthemen verfolgen wir ebenfalls in unserer Arbeit. Wir beobachten aktuelle Entwicklungen des Marktes und greifen immer wieder relevante Themen auf, um diese in die Unternehmen zu bringen.

Norbert: Ergänzend dazu beschäftigen wir uns intensiv mit Trends und Zukunftsthemen wie Longevity oder genderspezifischer Gesundheit. Wir als VIACTIV wollen diese Themen frühzeitig in die Unternehmen tragen und weiterentwickeln.

 

Marit und Niclas aus dem internen BGM haben wir bereits gefragt, und jetzt möchten wir von euch wissen: Was tut ihr persönlich, um fit und gesund zu bleiben?

Emma: Ich habe dieses Jahr Cycling für mich entdeckt und gehe inzwischen regelmäßig trainieren. Um gesund zu bleiben, habe ich bewusst kein Social Media mehr. Das war anfangs ungewohnt und wirklich schwer, inzwischen habe ich mich aber dran gewöhnt und muss sagen, dass es mir richtig guttut. Und da bin ich auch stolz darauf, dass ich die Social-Media-Kanäle bei mir gelöscht habe.

Norbert: Ich selbst laufe schon mein ganzes Leben lang. Früher habe ich Leichtathletik gemacht, dann habe ich 20 Jahre Fußball gespielt und war Fußballtrainer. Jetzt habe ich mit zunehmendem Alter das Schwimmen für mich neu entdeckt. Das war früher gar nichts für mich, aber inzwischen schwimme ich mehrmals die Woche. Außerdem fahre ich viel Fahrrad und mache bald zum fünften Mal einen Fahrradurlaub quer durch Deutschland. Dass so ein Urlaub richtig Spaß machen kann, hätte ich früher ebenfalls nicht gedacht.

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