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Eine Frau sitzt draußen bei Sonnenschein auf einem Parcour-Fitnessgerät mit dem Rücken zur Kamera gerichtet. | VIACTIV Krankenkasse Eine Frau sitzt draußen bei Sonnenschein auf einem Parcour-Fitnessgerät mit dem Rücken zur Kamera gerichtet. | VIACTIV Krankenkasse

Wie nutzt man einen Fitness-Parcours richtig?

Seit ein paar Jahren sind die modernen Neuauflagen der früheren Trimm-dich-Pfade in Städten, Grünzügen und Parks wieder im Kommen. Sie garantieren kostenloses Training an der frischen Luft.

Sport während eines Spaziergangs? Einfach so – und jeder, der hier außer mir unterwegs ist, kann mir dabei zusehen? Ich stehe vor dem Fitness-Parcours im Gütersloher Stadtpark. Auf den ersten Blick wirkt er ein bisschen einschüchternd. Vor allen Dingen in dem Moment, in dem ein Mann in sportlicher Hightech-Funktionskleidung um die Ecke gejoggt kommt und sich auf das erste Gerät setzt. Und ich stehe hier in Jeans und Jacke. Naja, wenigstens Turnschuhe habe ich an. Und außerdem wurde dieser Parcours nicht nur für echte Sportler gebaut, sondern auch für Menschen wie mich, die während eines Spaziergangs ein bisschen mehr tun möchten. Also: keine Hemmungen, ran ans erste Gerät.

Jemand zeigt mit dem Finger auf eine Trainingsanleitung, die auf ein Parcour-Fitnessgeräte im Park geklebt ist. | VIACTIV Krankenkasse

Welche Voraussetzungen braucht man im Parcours?

Ich entscheide mich zum Einstieg für das Rudergerät. An der Rückseite ist – wie an allen Geräten im Parcours – gut sichtbar ein Täfelchen angebracht, auf dem genau erklärt wird, wie es zu benutzen ist. „Wenn man sich das durchliest, kann im Grunde nichts schiefgehen“, sagt Jennifer Jones. Die 21-Jährige absolviert ein Duales Studium Gesundheitsmanagement beim Kreissportbund in Gütersloh und hat die Eröffnung des Parcours mit begleitet. „Sowieso ist das Verletzungsrisiko eigentlich sehr gering“, fügt sie hinzu und erklärt: „Die Geräte sind so konzipiert, dass man nur das eigene Körpergewicht stemmt. Es gibt keine zusätzlichen Gewichte, daher ist eine Über- oder Fehlbelastung ausgeschlossen.“

Warum ist es gut, draußen zu trainieren?

Es ist also alles gut durchdacht. Ich frage mich, ob das bei den ersten Trimm-dich-Pfaden mit Sportgeräten, die vor fast einem halben Jahrhundert schon angesagt waren, auch der Fall war. Damals schwappte eine große Fitness-Welle aus den USA zu uns herüber, Sport an der frischen Luft war absolut angesagt. Joggen hieß allerdings noch Dauerlauf, Fitness hieß Sport, viele trugen dazu einen Walkman mit Kassette – während man heute mit seinem Smartphone eine komplette Musikbibliothek beim Sport bei sich haben und so zu jedem Workout den passenden Titel hören kann. Egal, ob man sich aufwärmt, einen Sprint hinlegt, Krafttraining absolviert oder am Ende zum Cool Down kommt: Die Motivation im Ohr ist immer dabei. Ab Mitte der 1990er Jahre wurde es allerdings weniger mit den Trimm-dich-Pfaden und Fitness-Parcours draußen. Fitnessstudios erlebten ihren großen Boom. Auch das war wieder eine Welle aus den USA. Sehen und Gesehen-Werden in stylischer Sportkleidung war jetzt wichtig. Die Pfade verschwanden nach und nach aus den Parks, Grünzügen und Städten. Doch jetzt, gut 30 Jahre später, sind sie wieder da. Und sie treffen vielleicht nicht zuletzt wegen der Pandemie den Nerv der Zeit: Viele Menschen möchten aktuell einfach nicht in Studios oder Hallen gemeinsam mit vielen anderen schwitzen und vor allen Dingen nicht intensiv atmen. Da ist der kostenlose Sport im Freien eine gute Lösung.

Muss man sich vor dem Sport aufwärmen?

Der Parcours im Gütersloher Stadtpark war im Herbst 2021 ein Geschenk der Bürgerstiftung an die Bürger und Bürgerinnen der Stadt Gütersloh. Die sechs Geräte ermöglichen eine ausgewogene Mischung aus Krafttraining, Dehnen und Entspannen und sind für eine Körpergröße ab 1,40 Meter – also auch für Kinder – geeignet. Ein Rudergerät, eine Beinpresse, ein Gerät zum Oberkörperziehen und eins zum -pressen laden zum Training ein, danach stehen noch eine Rückenmassage- und eine Massage-Dehn-Station parat. Trainiert wird mit dem eigenen Körpergewicht, „ein vorheriges Aufwärmen ist nicht zwingend erforderlich, aber wie immer im Sport durchaus empfohlen“, sagt Jennifer Jones. „Man kann die Geräte sogar zum Aufwärmen benutzen, hier bietet sich zum Beispiel das Rudergerät an“, sagt sie.

Eine Frau sitzt draußen bei Sonnenschein auf einem Parcour-Fitnessgerät mit Blick in die Kamera. | VIACTIV Krankenkasse

Unsere Autorin Tina testet unter Aufsicht das Rudergerät.

Drei silberne Parcour-Fitnessgeräte stehen nebeneinander in einem Park. | VIACTIV Krankenkasse

Alle Geräte im Trimm-dich-Parcours sind für unterschiedliche Bereiche des Körpers ausgelegt.

Wie benutzt man die Geräte richtig?

Ich sitze inzwischen auf dem Sitz der Oberkörperpresse, meine Füße stehen auf der dafür vorgesehenen Halterung, mit den Händen umfasse ich die Griffe eines großen Bügels, den ich dann nach vorne schieben muss. Dabei hebt mein Sitz sich leicht an – ich drücke mit den Armen also mein eigenes Körpergewicht nach oben. „Mit diesem Gerät kräftigen Sie Arme, Schulter, Rücken- und Brustmuskulatur“, erklärt Jennifer Jones. Ich spüre meine Muskeln eindeutig. Irgendwie sogar alle auf einmal – allerdings auf die angenehme Art. Ich lasse es nämlich erstmal langsam angehen, ich möchte mich schließlich noch steigern können.

Zwei silberne Parcour-Fitnessgeräte stehen auf einer Fläche in einem Park. | VIACTIV Krankenkasse

Wann kann man trainieren?

Der Jogger hat in der Zwischenzeit schon eine ganze Runde inklusive Massageeinheit absolviert und ist weitergelaufen. An seiner Stelle haben sich zwei weitere Spaziergänger zu mir gesellt. Eine Frau lässt die Trainingsgeräte einfach links liegen und geht direkt an das Gerät, das die Faszien massiert. „Ah, das tut gut“, sagt sie fröhlich und bewegt sich nach Anleitung hin und her. „Das mache ich häufiger mal, wenn ich im Park spazieren gehe. So habe ich alles auf einmal. Meinen Spaziergang, Licht, Luft und noch ein schönes Gefühl.“ Ein Herr mit Hund an der Leine setzt sich auf die Beinpresse. Er drückt seine Beine nach vorne, der Hund guckt herum. „Ich muss ja sowieso häufiger mit ihr raus“ sagt der Endsechziger und deutet auf seinen Hund. „Da kann ich die Gelegenheit auch gleich nutzen und ein bisschen was für mich tun. Der Mann absolviert eine kurze Trainingsrunde. Der Hund schnuppert in der Zeit auf Leinenlänge alles ab. Am Ende ziehen beide zufrieden weiter.

Auch ich habe inzwischen alle Geräte einmal ausprobiert und bin an der Massagestation angekommen. „Sie müssen Ihre Jacke ausziehen“, rät mir die Frau. „Dann fühlt es sich noch besser an.“ Ein Tipp, den ich gerne beherzige. Nur im Pullover bewege ich mich in der Station hin und her. Dass mir dabei andere Spaziergänger zusehen? Interessiert mich überhaupt nicht mehr. Die sollten lieber auch mal eine Runde hier absolvieren!

Was sind die Vorteile von Outdoor-Fitness-Parcours und Trimm-dich-Pfaden?

  • Frische Luft: Es wird draußen trainiert
  • Kostenlos: Keine Mitgliedsbeiträge oder Kursgebühren
  • Jederzeit: Keine Öffnungs- oder Schlusszeiten
  • Kein Überlasten: Training mit dem eigenen Körpergewicht
  • Selbsterklärend: Gute Beschreibungen an den Geräten
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