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Erkältungszeit

von Lena Burghardt | 24.09.2019
4min Lesezeit

Der Hals schmerzt, die Nase läuft und der Kopf brummt – die Erkältung hat sich mal wieder fest eingenistet und legt den Körper lahm. Doch was genau passiert bei einer Erkältung, wie kann man sich davor schützen und welche Hausmittel können helfen? Diese und viele weitere Fragen rund um das Thema Erkältungen erklären wir in unserem neuen Beitrag.

Durch Tröpfchen übertragen

Gerade wenn die kalte und dunkle Jahreszeit anbricht, beginnt die Erkältungszeit. Viren verbreiten sich dann meist sehr schnell und werden vor allem durch Husten oder Niesen übertragen. Daher handelt es sich bei Erkältungen meist um eine Tröpfcheninfektion. Verbreitet wird diese Infektion jedoch auch durch Türgriffe, Haltegriffe im Zug oder Oberflächen, die nicht regelmäßig gereinigt werden, weil sich dort die Viren gut absetzen können.

Sobald man die Viren an den Händen hat und zum Beispiel an Mund, Auge oder Nase fasst, kann es passieren, dass man sich mit den Viren infiziert und die Erkältung nicht mehr lange auf sich warten lässt. Wie sich die Erkältung dann weiter entwickelt, hängt aber unter anderem von der Art der Viren hab. Manche greifen eher die Nase an, andere setzen sich im Rachenraum fest.

Unterscheidung von Erkältung und Grippe

Eine Erkältung ist jedoch noch lange keine Grippe. Dazwischen liegt ein großer Unterschied. Eine Erkältung ist zwar ein grippaler Infekt, die Symptome sind jedoch längst nicht so schlimm wie bei einer Grippe. Bei einer Grippe leiden Betroffene unter anderem auch an Fieber und starken Schmerzen. Vor allem bei sehr jungen oder älteren Menschen kann eine Grippe gefährlich werden.

Eine Erkältung hingegen ist in der Regel nicht sonderlich gefährlich, sondern eher unangenehm. Es gibt aber ein paar Tipps und Tricks, mit denen Sie auch eine Erkältung gut überstehen werden.

Tipp 1: Nicht so häufig Nase putzen

Die Nase läuft schon wieder und das Einzige, was scheinbar hilft, ist Nase putzen. Das ist aber nicht korrekt, denn zu viel Nase putzen kann eher das Gegenteil freier Atemwege bewirken. Es kann passieren, dass das Nasensekret in die Nebenhöhle gedrängt wird und die Verstopfung der Atemwege dadurch noch schlimmer wird. Sollte die Nase also wieder laufen, dann dürfen Sie ruhig auch mal „hochziehen“. Klingt zwar unangenehm, hilft aber.

Tipp 2: Abstand halten

Da Erkältungserreger über Husten, Sprechen oder Niesen verbreitet werden, ist es tatsächlich ratsam, Abstand zu Erkrankten zu halten. Allerdings ist es genauso wichtig, sich regelmäßig die Hände zu waschen, da vor allem auf Gegenständen viele der Erreger sitzen, die sich über Oberflächen ausbreiten.

Tipp 3: Immunsystem stärken

Um sich vor einer Erkältung zu schützen, ist es hilfreich, sein Immunsystem zu stärken. Und was hilft schon besser, als jede Menge Vitamine. Daher sollten Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen.
Allein in einem Apfel stecken zum Beispiel etwa 95 bis 155 Milligramm Vitamin C. Dieses ist besonders wichtig für die Sauerstoffzufuhr der Zellen, aber auch für die Bildung von Knochengewebe. Natürlich helfen auch andere Vitamine dabei, das Immunsystem zu unterstützen. Besonders nährstoffhaltig sind Brokkoli, Fenchel oder auch Möhren und Paprika.

Was die Hausapotheke hergibt

Eine Erkältung lässt sich häufig auch hervorragend mit Hausmitteln behandeln. Schauen Sie daher mal, was Ihr Vorratsschrank so hergibt. Schließlich müssen Medikamente nicht immer die erste Lösung bei einer Erkältung sein.
In vielen Fällen startet eine Erkältung mit Halsschmerzen und Unwohlsein. Salbeitee kann den aufkommenden Halsschmerzen entgegenwirken. Dafür sollte der Salbei mindestens 15 Minuten ziehen.

Greifen Sie bei einer Erkältung außerdem mal zu scharfem Essen – Sie haben richtig gelesen! Denn scharfe Gewürze, wie zum Beispiel Chili, wärmen den Körper von innen und unterstützt die bessere Durchblutung der Atemwege.

Ein absoluter Klassiker bei einer Erkältung ist eine selbstgemachte frische Hühnersuppe. Die Suppe wärmt nicht nur von innen, sondern wirkt zudem entzündungshemmend, was vor allem an den natürlichen Inhaltsstoffen liegt. Zudem senkt die Hühnersuppe die Aktivität der weißen Blutkörperchen, die normalerweise bei einer Erkältung die Atemwege verstopfen.

Wunderwaffe Ingwer – die Superwurzel bei Erkältung

Ingwer gilt ebenfalls als absoluter Erkältungskiller. Der Wurzel wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Damit der Ingwer jedoch seine beste Wirkung entfalten kann, ist die richtige Zubereitung besonders wichtig.
Am besten hilft frischer Ingwer, den Sie vorher waschen, jedoch nicht schälen sollten. Danach können Sie den Ingwer in kleine Stücke schneiden und in heißem Wasser ziehen lassen. Mindestens fünf Minuten sollten Sie die frischen Ingwerstücke ziehen lassen.

Fazit

Eine Erkältung ist unangenehm, jedoch nicht allzu gefährlich. Wer sich regelmäßig die Hände wäscht, ausreichend Vitamine isst und mit ausreichend Bewegung an der frischen Luft sein Immunsystem weiter stärkt, kann eine Erkältung im besten Fall verhindern.
Sollte es Sie trotzdem erwischen, greifen Sie nicht direkt zu Medikamenten. Wenige Hausmittel können bereits helfen, dass Sie sich schnell wieder besser fühlen. Und denken Sie immer daran: Auch die schlimmste Erkältung ist irgendwann wieder vorbei.