VIACTIV Krankenkasse

Von Null auf Halbmarathon

von Tobias Dunkel | 04.11.2018
3min Lesezeit

In sechs Monaten fit werden für einen Halbmarathon? Hobbysportlerin Iris Massilautzki hat sich der Herausforderung gestellt. Und ihr Ziel erreicht. Die VIACTIV hat sie begleitet.

Kurz vor 9 Uhr, das Thermometer zeigt 14 Grad Celsius an, Iris Massilautzki ist „ganz aufgeregt“. Die 58-Jährige steht mitten im farbigen Läuferfeld, mit rotem T-Shirt und schwarzer Laufhose, die Startnummer 1301 auf der Brust. 21,0975 Kilometer liegen vor ihr – Halbmarathon-Distanz. Für sie ist es das erste Mal. Gemeinsam mit rund 2.000 anderen Läufern will sie an diesem Sonntagmorgen den Stadtwerke Halbmarathon Bochum schaffen.

„Beim Joggen bekomme ich den Kopf frei“

Die Trommeln geben den Takt vor, die Cheerleader schütteln ihre Pompons, die Zuschauer jubeln. Der Startschuss, los geht’s. Iris Massilautzki läuft ihre ersten Meter durch die Bochumer Innenstadt. Sie wählt ein langsames Anfangstempo. „Ich will mich nicht überanstrengen. Meine Muskeln sollen durchhalten“, hatte sie sich schon vor dem Start vorgenommen. Denn Massilautzki startet nach längerer Pause von 0 auf 21,1 Kilometer.

„Ich bin schon früher gerne gelaufen“, erzählt sie. „Denn beim Joggen bekomme ich den Kopf frei.“ Doch dann kamen die Probleme: Schmerzen im Knie und im Oberschenkel. „Die Ärzte haben mir geraten, ich solle lieber walken.“ Aber das ist nicht ihr Ding, sagt die Besitzerin eines Friseursalons. Zufällig erfuhr Massilautzki vom Sportprogramm „Lauf geht’s“. Teilnehmer erlernen dabei das Laufen von der Pike auf und bekommen Tipps für eine gesunde Ernährung. Massilautzki meldete sich an – und bereitete sich sechs Monate lang intensiv auf den Halbmarathon in Bochum vor.

Montags und mittwochs lief sie jeweils 80 Minuten lang alleine, am liebsten durch den Schweichelner Wald daheim in Hiddenhausen im Kreis Herford. „Dort finde ich abwechslungsreiche Strecken, bergauf und bergrunter.“ Donnerstags stand zusätzlich Aquajogging auf dem Trainingsplan, samstags dann der Lauftreff mit anderen „Lauf geht’s“-Teilnehmern aus der Region. Dazu viel Fahrradfahren und Schwimmen. Ein straffes Programm. „Aber es hat sich gelohnt!“

Gut vorbereitet läuft sie an diesem Vormittag Schritt für Schritt durch die Innenstadt, vorbei an Bochums grünen Ecken, an denen Bäume Schatten spenden. Auf Tiefs ist sie zwar mental vorbereitet – doch Massilautzki läuft gut durch. Auch die kurze Steigung vorbei am Bürohochhaus ist keine Herausforderung. „Da bin ich vom Training ganz andere Steigungen gewöhnt“, kommentiert sie lächelnd. Ohne Pause läuft sie am Klinkerbau der VIACTIV vorbei Richtung Bahnbrücke. Kurze Entspannung für die Beine, denn dort führt die Straße etwas bergab.

„Man darf das Ziel nicht aus den Augen verlieren und muss sich sagen: Du schaffst das!”

Immer in Massilautzkis Nähe: Antje Clausen und Nicola Bareis, ebenfalls Teilnehmerinnen bei „Lauf geht’s“. Zu dritt sind sie stärker: „Wir haben uns gegenseitig motiviert und uns von den Strapazen abgelenkt.“ Ab Kilometer 17 feiern die drei Frauen jeden überstandenen Kilometer per Abklatschen. Zusätzlich tragen die Zuschauer am Rand sie durch ihren Applaus fast schon über die Strecke. „Selbst die Polizisten haben uns angefeuert, die Stimmung war einfach nur toll“, sagt die 58-Jährige.

Und da ist das Ziel: Die drei Läuferinnen reißen die Arme hoch und laufen gemeinsam ein. „So ein schöner Moment!“ Massilautzki schafft die Strecke in 02:48:13 – Platz 233. „Eine gute Zeit! Es war der erste Lauf dieser Art für mich, natürlich bin ich damit
sehr zufrieden.“ Die Laufschuhe wird Iris Massilautzki so schnell aber nicht wieder in den Schrank stellen. „Ich möchte gerne an einem speziellen Wintertraining teilnehmen. Und wer weiß: Vielleicht laufe ich auch mal den Berliner Halbmarathon, die Strecke
soll ja sehr schön sein.“

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