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So funktioniert die Corona-Warn-App

von Tina Belke | 18.11.2020
Bitte beachten Sie, dass sich die Aktualität der Inhalte immer auf das Veröffentlichungsdatum bezieht.
5min Lesezeit

Die Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts soll dabei helfen, Infektionsketten zu unterbrechen, um so möglicherweise weitere Covid-19-Wellen unter Kontrolle zu bekommen.

Seit Mitte Juli 2020 ist sie auf dem Markt: die Corona-Warn-App zur Kontaktverfolgung Infizierter. Dennoch wird noch immer heiß über sie diskutiert, denn mancher fürchtet sich vor Datenmissbrauch oder gar Datenklau. Immerhin muss Bluetooth aktiviert sein, damit die App korrekt arbeiten kann. Wir erklären, wie die App funktioniert – und wie sie dabei helfen kann, Infektionsketten frühzeitig zu erkennen, um sie zu unterbrechen und so möglicherweise eine weitere Covid-19-Welle zu verhindern.

Wie arbeitet die App?

Die App misst über den Kurzstreckenfunk Bluetooth, ob sich mindestens zwei App-Anwender über einen Zeitraum von 15 Minuten oder länger näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Dazu werden alle paar Minuten bestimmte Zahlenfolgen, sogenannte Identifikationsnummern (IDs), von der App generiert und per Bluetooth untereinander ausgetauscht, die keinen Rückschluss auf den Handybesitzer zulassen. Es geht um reinen Datenaustausch. Einerseits ist die App also wie ein kleines Funkgerät zu verstehen, das sich mit den Corona-Warn-Apps anderer Handys verständigt: Handy A speichert, dass es sich an einem Tag X in einem bestimmten Zeitraum in der Nähe von Handy B, C oder D befunden hat.
Andererseits ist die App aber auch eine Art virtuelles Notizbuch, in das man eintragen kann, ob und wann man selbst positiv auf Corona getestet wurde.

Wichtig: Die App ist eine sogenannte Tracing-App. Sie misst nur, ob Kontakte stattgefunden haben – nicht wo. Das unterscheidet sie von sogenannten Tracking-Apps, über die Bewegungsprofile erstellt werden können.

Was bringt das?

Hat man ein positives Testergebnis bekommen und diese Info in der App hinterlegt, wird sie automatisch an alle Handys gesendet, die sich in den vergangenen 14 Tagen in der Nähe des Infizierten befunden haben. Dazu werden alle zufällig generierten IDs der vergangenen 14 Tage an einen Server gesendet. Das geschieht absolut anonym, es wird kein Zusammenhang zum Handybesitzer hergestellt. So erfährt niemand, neben wem genau er gestanden hat, sondern nur, dass er in einem bestimmten Zeitraum in der Nähe von jemandem war, der zu dem Zeitpunkt infiziert war. So soll dafür gesorgt werden, dass die Ausbreitung des Coronavirus bei weiterer Lockerung für das öffentliche Leben nicht wieder stark ansteigt.

Wichtig: Aus Versehen, oder gar aus Spaß, lässt sich in der App übrigens kein Status „infiziert“ eintragen. Um das tun zu können, braucht man einen QR-Code oder eine TAN, vom Testlabor.

Warum ist das alles wichtig?

Nach aktuellem Wissensstand sind infizierte Personen schon bis zu zwei Wochen ansteckend, bevor sie Symptome entwickeln – wenn sie überhaupt Symptome entwickeln. Bei vielen Infizierten verläuft die Krankheit nämlich komplett symptomfrei. Aus diesem Grund sollen andere, die diesem Menschen begegnet sind, darüber informiert werden, dass sie sich möglicherweise angesteckt haben könnten und für sie ein Infektionsrisiko besteht. So kann jeder schnellstmöglich eigene Schutzmaßnahmen treffen: sich testen lassen und in häuslicher Quarantäne warten, bis das Ergebnis da ist, um andere Menschen vor einer Infektion zu schützen.

Sind die Daten in der Corona-Warn-App sicher?

Da pro App-Nutzer nicht nur eine einzige Identifikationsnummer vergeben wird, sondern eine Nummer, die sich alle paar Stunden ändert, arbeitet die App absolut anonym. Außerdem werden diese Nummern nicht zentral gespeichert, sondern lediglich auf den Handys der Anwender. Einzig die IDs eines Anwenders, der sich selbst als infiziert gemeldet hat, werden auf einem zentralen Server gespeichert, um sie im Nachhinein an alle Handys senden zu können, die in der Nähe waren. Das geschieht aber auch anonym.

Wichtig: Über die auf dem Server gespeicherten IDs können keinerlei Rückschlüsse auf den Handybesitzer gezogen werden.

Funktionieren alle Apps international gleich? Kann man sich also auch eine ausländische App herunterladen?

Nein. Corona-Apps in einigen asiatischen Ländern zum Beispiel erfüllen nicht die deutschen Datenschutzanforderungen. In China oder Indien können etwa auch durch GPS-Signale Bewegungsprofile der Nutzer angelegt werden. In anderen Ländern werden die Daten nicht dezentral auf dem jeweiligen Handy, sondern auf zentralen Servern gespeichert. Das macht es im Moment noch schwierig, die App zum Beispiel auf Urlaubsreisen zum Einsatz zu bringen, da sie wegen der fehlenden Datensicherheit in anderen Ländern nicht mit den dortigen Apps korrespondieren kann und soll. Unter anderem in Österreich und in der Schweiz hingegen werden die strengen Datenschutzvorgaben aus Deutschland eingehalten. Darum können die dortigen Apps die technischen Schnittstellen nutzen.

Wer hat die deutsche App entwickelt?

Die Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurde im Auftrag der Deutschen Bundesregierung gemeinsam von SAP zusammen und der Deutschen Telekom-Tochter T-Systems entwickelt.

Welche Apps gibt es noch?

In Deutschland gibt es noch die Datenspende-App des RKI. Sie sammelt über Fitness-Tracker Informationen, um zu analysieren, ob es in bestimmten Regionen Auffälligkeiten wie zum Beispiel geballt vorkommende Herz-Kreislauf-Probleme oder Fieber gibt. Es gibt aber auch Corona-Apps, die zum Beispiel überwachen, wie viele Menschen sich an einem bestimmten Ort befinden.

Wie kann man die Corona-Warn-App des RKI installieren?

Die Corona-Warn-App ist kostenlos im Apple-App-Store und bei Google Play erhältlich. Die Systemanforderungen sind für Android: ab Version 6, beziehungsweise wenn Bluetooth LE unterstützt wird. Außerdem braucht man die Google-Play-Services.

Für das iPhone: Mindestvoraussetzung ist iOS 13.5.

Auf älteren Systemen funktioniert die App derzeit nicht. Verschiedene Sozialverbände fordern allerdings inzwischen, sie auch für ältere Betriebssysteme verfügbar zu machen, denn je mehr Menschen mitmachen, desto größer die Chance, sich und andere zu schützen. Besitzer eines geeigneten Smartphones können dann freiwillig entscheiden, ob sie die Warn-App installieren wollen oder nicht. Die App kann auch nachträglich wieder deaktiviert oder deinstalliert werden.

Wie viele Menschen müssen die App nutzen, damit sie hilft?

Laut einer Studie aus Oxford sollten möglichst 60 Prozent der Bevölkerung die App benutzen, damit Infektionsketten in vollem Umfang unterbrochen werden können. Dazu wird es möglicherweise nicht kommen, weil durch die Einschränkungen in den Betriebssystemen nicht alle Smartphone-Besitzer die App installieren können. Mit den gegebenen Voraussetzungen hätten derzeit rund 28 Millionen Menschen die Möglichkeit dazu. Bis Mitte Juli war die Anwendung gut 15 Millionen Mal heruntergeladen worden. Aber auch bei einer deutlich niedrigeren Beteiligung funktioniert die App, warnt vor möglichen Kontakten mit Infizierten und trägt so dazu bei, Infektionsketten aufzuspüren und zu unterbrechen.

Wichtig: Die App ersetzt nicht die geltenden Corona-Regeln wie Abstand halten, Hände waschen, Hust- und Nies-Etikette einhalten und Maske tragen. Sie soll ergänzend dabei helfen, die Covid-19-Pandemie einzudämmen, indem sie hilft, die Kontaktketten frühzeitig zu unterbrechen.

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