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Eine Frau schaut in einem sterilen Labor durch ein hochmodernes Mikroskop. | VIACTIV Krankenkasse Eine Frau schaut in einem sterilen Labor durch ein hochmodernes Mikroskop. | VIACTIV Krankenkasse

Innovationsfonds-Projekte

Die exzellente Versorgung unserer Versicherten steht für uns an erster Stelle. Die VIACTIV beteiligt sich daher gerne und regelmäßig an Innovationsfonds-Projekten. Denn diese haben vor allem ein Ziel: neue Therapien zu erproben und das medizinische Angebot weiter zu verbessern. Wie das genau abläuft, erklären wir Ihnen auf dieser Seite.

Was sind Innovationsfonds-Projekte?

Der Innovationsfonds ist eine feste Geldsumme, mit der Projekte gefördert werden, die einer besseren Gesundheitsversorgung dienen. Jedes Jahr stehen dafür 200 Millionen Euro bereit. Kliniken, Universitäten und Co. sind aufgerufen, gemeinsam Projekte zu ausgewählten Themen zu entwickeln. Damit können sie sich dann um die Förderung bewerben.

Welche Kriterien die Projekte erfüllen müssen, legt der sogenannte Innovationsausschuss fest. Dieser entscheidet auch, was gefördert und somit umgesetzt werden kann. Die Projekte haben eine begrenzte Laufzeit. In der Regel laufen sie drei Jahre, zum Teil auch kürzer. Im Anschluss werden sie immer wissenschaftlich ausgewertet. Auch wir als Krankenkasse können uns an solchen Projekten beteiligen. Der große Vorteil: Wir ermöglichen unseren Versicherten dadurch, an innovativen Versorgungsformen teilzunehmen.

Die Ziele von Innovationsfonds-Projekten

  • Innovationsfonds-Projekte helfen, die gesetzliche Gesundheitsversorgung in Deutschland weiterzuentwickeln und zu verbessern.
  • Durch die vorgegebenen Themen entwickeln die Projektpartner gezielt Lösungen, die gerade besonders gebraucht werden. Neue Versorgungskonzepte werden dabei intensiv getestet und umfassend ausgewertet.
  • Erfolgreiche Konzepte werden in die Regelversorgung übernommen. So profitieren am Ende alle Versicherten von dem verbesserten Angebot.

Warum die VIACTIV Innovationsfonds-Projekte unterstützt?

Wir möchten unseren Versicherten erstklassige Versorgungslösungen bieten, die dem neuesten Stand der Wissenschaft entsprechen. Deshalb ist es uns wichtig, medizinische Forschungsvorhaben zu unterstützen, die dies vorantreiben. Nämlich neue Ideen für die Gesundheitsversorgung zu entwickeln und zu erproben. Innovationsfonds-Projekte bieten dafür den optimalen Rahmen. Die VIACTIV beteiligt sich bereits seit einigen Jahren an verschiedenen Projekten. Wir sind überzeugt von den Vorteilen – nicht nur für unsere Versicherten, sondern für die ganze Gesellschaft. Wir werden diesen Weg also auch in Zukunft fortsetzen.

Projekte, an denen sich die VIACTIV aktuell beteiligt

Im Folgenden geben wir Ihnen einen kurzen Einblick in Projekte, die wir aktuell unterstützen:

Eine schwangere Frau sitzt auf dem Sofa und hält sich die Hand an den Kopf. Sie sieht müde und depressiv aus. | VIACTIV Krankenkasse

U-Untersuchung für Kinder PLUS Eltern (UplusE)

  • Bis zu 15 Prozent der Mütter und 5 Prozent der Väter erkranken in der Schwangerschaft an Depressionen. Diese können die Bindung zum Kind massiv stören. Manchmal führen sie sogar zu Vernachlässigung oder Missbrauch.
  • Obwohl Mütter rund um Schwangerschaft und Geburt oft beim Arzt sind, werden psychische Erkrankungen dort nur selten erkannt. Grund dafür ist, dass vor allem die körperliche Gesundheit von Mutter und Kind untersucht wird.
  • Ziel des Projekts ist es, die psychische Gesundheit von Eltern im ersten Jahr nach der Geburt zu verbessern. Mit Hilfe standardisierter Screenings sollen Probleme früher erkannt und Betroffenen schneller geholfen werden.
Ein älterer Patient sitzt im Rollstuhl und wird von einer Frau mit weißem Kittel durch den Krankenhausflus geschoben. | VIACTIV Krankenkasse

Versorgung multimorbider Patienten (EliPfad)

  • Ältere Patienten bzw. Patientinnen mit mehreren Erkrankungen werden nach einem Klinikaufenthalt oft direkt wieder eingeliefert. Das Projekt eliPfad soll dies vermeiden.
  • Kern des Projekts ist ein individueller Behandlungsplan. Dieser wird schon während des Klinikaufenthalts entwickelt. Und zwar gemeinsam vom Klinikteam und dem behandelnden Hausarzt bzw. der behandelnden Hausärztin.
  • In den ersten sechs Wochen nach der Entlassung werden Betroffene von einem Fallmanager persönlich begleitet. Das soll helfen, Verschlechterungen früher zu erkennen und effektiv gegenzusteuern.
  • Außerdem werden Patientinnen und Patienten telemedizinisch unterstützt. Zum Beispiel mit Übungsvideos auf dem Tablet. Oder einem Tracker, der wichtige Vitalfunktionen misst.
Ein älterer Mann sitzt in einem Sessel und beschäftigt sich mit dem Notebook. | VIACTIV Krankenkasse

Telemedizinische Versorgung von Menschen in Pflegeeinrichtungen (VirtualWard)

  • Menschen aus Pflegeeinrichtungen werden im Schnitt zweimal im Jahr in der Notaufnahme behandelt. Oft müssen sie danach noch einige Zeit zur Überwachung im Krankenhaus bleiben. Das kann sowohl körperlich als auch psychisch sehr belastend für sie sein.
  • Ziel des Projekts VirtualWard ist es, Klinikaufenthalte für diese Personen zu reduzieren. Um ihnen unnötige Strapazen zu ersparen, sollen sie verstärkt telemedizinisch in ihrem gewohnten Umfeld versorgt werden.
  • Das heißt konkret: Pflegebedürftige kehren nach der Akutbehandlung in ihre Pflegeeinrichtung zurück. Sie werden dort aber weiter vom Klinikpersonal betreut. Individuelle Telemonitoring-​Geräte übermitteln die Vitaldaten der Pflegebedürftigen an die Klinik. Außerdem finden Video-​Visiten statt.
Vier Personen des ärztlichen Fachpersonals sitzen gemeinsam an einem Tisch und schauen auf ein Tablet. | VIACTIV Krankenkasse

Optimierte Behandlung bei Spastik nach einem Schlaganfall (moVe-it)

  • Menschen, die einen Schlaganfall hatten, entwickeln im Anschluss nicht selten eine Spastik. Empfohlen wird in diesem Fall Physiotherapie in Kombination mit einer Botulinumtoxin-A-Behandlung. Tatsächlich durchgeführt wird dies jedoch nur bei circa 4 Prozent der Betroffenen.
  • Das Projekt moVe-it will diese Lücke schließen, indem es Fachwissen besser bündelt. Geplant sind eine Behandlungs-App und digitale Fallkonferenzen, bei denen sich behandelnde Ärztinnen und Ärzte austauschen können. Das Ziel: häufiger die empfohlene Behandlungskombi zu nutzen, um die Therapie zu optimieren.
  • Teil des Projekts ist auch eine Begleitstudie. Diese soll ermitteln, ob sich das geänderte Vorgehen tatsächlich positiv auf den Gesundheitszustand Betroffener auswirkt.
Eine Frau nimmt an einer Augenuntersuchung in einer Arztpraxis teil. Ein Arzt bedient das medizinische Gerät. | VIACTIV Krankenkasse

Digitale Vernetzung zur Früherkennung von Augenerkrankungen bei Menschen mit Diabetes (DIVA)

  • Diabetes kann sich negativ auf die Augengesundheit auswirken. Bei Betroffenen kommt es daher oft zu schweren Augenerkrankungen. Regelmäßige augenärztliche Kontrollen helfen, dies früher zu erkennen und besser zu behandeln. Aktuell ist das jedoch kaum möglich, weil durch den Fachärztemangel in ländlichen Regionen zu wenig Menschen mit Diabetes ihre Augen kontrollieren lassen. In Thüringen sogar nur die Hälfte.
  • Ziel des Projekts DIVA ist es, die Versorgungssituation von Diabetikerinnen und Diabetikern in Thüringen zu verbessern. Dazu sollen acht neue Diagnostikzentren eröffnen. Dort können Augenhintergrundbilder gemacht und digital an teilnehmende Facharztpraxen übermittelt werden. Diese werten die Bilder dann aus und Betroffene bekommen einen augenärztlichen Befund. Der Vorteil: Früherkennung wird einfacher und schwere Krankheitsverläufe werden dadurch reduziert.
  • Das Angebot richtet sich an volljährige Versicherte, die an Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2 erkrankt sind und die bisher noch keine chronische Augenkrankheit oder akute Sehstörung haben. Da es sich um ein regionales Angebot handelt, können aktuell nur Versicherte aus den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen, Unstrut-Hainich-Kreis, Wartburgkreis, Saale-Orla-Kreis sowie aus den kreisfreien Städten Suhl und Eisenach teilnehmen.
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