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Wann in die Notaufnahme?

Group 11 3 min Lesezeit   |   03.02.2026

Bitte beachten Sie, dass sich die Aktualität der Inhalte immer auf das Veröffentlichungsdatum bezieht.

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Vita Health Media
Eine junge Frau schaut besorgt auf ein Fieberthermometer. Sie telefoniert dabei. Im Hintergrund liegt ein kleiner Junge unter einer Decke auf dem Sofa. | VIACTIV Krankenkasse

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Eine junge Frau schaut besorgt auf ein Fieberthermometer. Sie telefoniert dabei. Im Hintergrund liegt ein kleiner Junge unter einer Decke auf dem Sofa. | VIACTIV Krankenkasse
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Seit Ende der Corona-Pandemie kommen immer mehr Patientinnen und Patienten in die Notaufnahmen.1 Was zur Folge hat, dass viele Kliniken mit Überlastung kämpfen – nicht wegen schwerer Notfälle, sondern weil zu viele Menschen dort Hilfe suchen, die anderswo besser aufgehoben wären. Wie eine Befragung des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung zeigt, würde oft ein Besuch in der Arztpraxis genügen: Von zehn Menschen, die sich in der Notaufnahme vorstellen, werden nur vier stationär aufgenommen. Die anderen 60 Prozent können nach einer ambulanten Versorgung wieder nach Hause gehen.2 Ein Problem, das auch die Politik erkannt hat. Aktuelle Reformbestrebungen der Bundesregierung zielen daher darauf ab, die Notfallversorgung zu entlasten und die ärztliche Bereitschaftsnummer 116117 zu stärken.3

Wann sollte man in die Notaufnahme?

Ein medizinischer Notfall liegt vor, wenn akute Lebensgefahr besteht oder bleibende Schäden drohen. Typische Beispiele sind schwere Unfälle, Schlaganfallzeichen (z. B. einseitige Lähmung, Sprach- und Verständnisstörungen), Herzinfarktsymptome (z. B. starke Brustschmerzen, Atemnot), starke Blutungen, Bewusstlosigkeit, starke Vergiftungen sowie schwere Verbrennungen und Verbrühungen. In diesen Fällen zählt jede Minute – dann sollte man nicht zögern und sofort die 112 anrufen oder direkt die nächste Notaufnahme aufsuchen.4

Wer sich unsicher ist, ob er in die Notaufnahme muss, nutzt zur Selbsteinschätzung am besten den Online-Fragebogen „Patienten-Navi“ auf der Website der 116117, rät Dr. Michael Bayeff-Filloff, Chefarzt Zentrale Notaufnahme im Klinikum Rosenheim und Ärztlicher Landesbeauftragter des Rettungsdienstes Bayern: „Das ist das gleiche System, das auch die Kassenärztliche Vereinigung nutzt, wenn man dort anruft – und es ist auch das System, das wir in der Klinik verwenden, wenn wir prüfen, ob jemand ambulant behandelt werden kann.“

Wann sollte man nicht in die Notaufnahme?

Bei Beschwerden wie etwa Erkältungen mit Fieber über 39 Grad, starken Ohren- oder Halsschmerzen, akuten Rückenschmerzen oder Harnwegsinfekten ist die hausärztliche Praxis die erste Anlaufstation. Nachts, am Wochenende oder an Feiertagen ist oft keine Praxis geöffnet – doch wer dann krank wird, muss nicht gleich in die Notaufnahme. Hilfe bietet der Ärztliche Bereitschaftsdienst unter der kostenfreien Nummer 116117. Dort wird man automatisch an die regionale Zentrale weitergeleitet. Medizinisches Fachpersonal entscheidet, ob ein Arzt dringend gebraucht wird, ein Hausbesuch nötig ist oder der Weg in eine Bereitschaftspraxis ausreicht. In ganz Deutschland stehen dafür über 600 Praxen bereit, in denen Haus- und Fachärzte auch außerhalb der üblichen Sprechzeiten behandeln.5

Warum gehen viele Menschen unnötigerweise in die Notaufnahme?

Laut Arzt Bayeff-Filloff gibt es verschiedene Ursachen, warum Patientinnen und Patienten dennoch häufig die Notaufnahme vorziehen. „Ein Grund ist, dass die ‚Hausmittel der Oma‘ – also einfache, bewährte Selbsthilfemethoden – ein Stück weit verloren gegangen sind. Manche Menschen suchen heute schon wegen einer Kleinigkeit wie einem Pflaster die Notaufnahme auf.“ Auch Dr. Google – also die Tatsache, dass viele Menschen online eine Diagnose einholen – sieht er kritisch. „Wer im Internet nach Symptomen sucht, landet selten auf seriösen Seiten mit Handlungsempfehlungen, sondern liest häufig: ‚Sie müssen sofort in die Notaufnahme!‘ oder sogar ‚Ein MRT ist dringend notwendig!‘.“

Last, but not least fehlt es den Alternativen zur Notfallambulanz und insbesondere der 116117 nach wie vor an Bekanntheit, wie der Notfallmediziner Bayeff-Filloff einräumt: „Nur etwa 6 von 10 Menschen kennen die bundesweite Nummer 116117 – das zeigt eine Patientenbefragung in bayerischen Notaufnahmen. Es gibt zwar viele Informationskampagnen, aber offenbar gibt es noch Nachholbedarf.“ Er verstehe die Sorge der Menschen um ihre Gesundheit – sagt aber: „Man muss sich bewusst machen, dass die Notaufnahme manchmal einfach nicht der richtige Ort ist.“

Weitere Anlaufstellen und Telefonnummern finden Sie unter unserem Beitrag Hilfe per Telefon.

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