Sport und Familie? Passt perfekt zusammen! Hier erfährst du, wieviel Aktivität bereits in den Familien hierzulande steckt und warum es sich für Eltern und Kinder lohnt, gemeinsam aktiv zu werden.
Sportliche Vorbilder gesucht: Kinder eifern Eltern nach
Die sportliche Aktivität der Kinder hängt meist von ihren Eltern ab. Denn treiben diese Sport, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ihre Kinder ihnen nacheifern. Aktive Eltern geben ihre sportlichen Interessen an ihre Kinder weiter. Sie melden sie eher für Sportkurse oder im Sportverein an. Und dann ist die ganze Familie aktiv und bleibt fit.
Soweit die Theorie. Ganz so einfach ist es im wahren Leben leider nicht. Denn die Mehrheit der Eltern tut sich eher schwer mit dem Thema Sport: In aktuellen Umfragen geben nur 36 Prozent der erwachsenen Familienmitglieder an, mindestens einmal pro Woche Sport zu treiben. Der am häufigsten genannte Grund hierfür: Zu wenig Zeit wegen beruflicher und familiärer Pflichten.
WHO empfiehlt mindestens eine Stunde Bewegung am Tag
Die gute Nacheicht: Laut WHO genügen Kindern 60 Minuten intensive Bewegung am Tag, um sich optimal zu entwickeln. Doch bereits daran scheitern viel zu viele. Aktuell schaffen es in Deutschland nur 22,9 Prozent der Mädchen und 29,4 Prozent der Jungen im Alter von 3 bis 17 Jahren die WHO-Empfehlung zu erfüllen. Dabei wächst der Bewegungsmangel je älter die Kinder werden. Und so bewegen sich bei den 14- bis 17-Jährigen nur noch 7,5 Prozent der Mädchen und 16 Prozent der Jungen ausreichend.
Ob Klein oder Groß – Sport muss Spaß machen
Damit Sport und Bewegung über die gesamte Lebensspanne zu einem festen Bestandteil im Alltag werden, lohnt es sich also früh anzufangen. Denn gerade die Kleinsten besitzen einen natürlichen Bewegungsdrang, der von Eltern genutzt und gefördert werden sollte. In Kindergärten und Kitas wird in der Regel ausreichend gespielt und getobt. Kritisch wird es meist mit dem Übergang in die Schule, da sich die Sitzzeit hier deutlich erhöht und Sportunterricht höchstens zwei Mal pro Woche stattfindet.
Nachmittage und Wochenende bewegt zu gestalten ist also besonders wichtig. Ob mit kleinen Spielen im eigenen Garten, auf dem Spielplatz oder im Verein – im Idealfall profitiert davon die ganze Familie. Wichtig ist, dass Kinder herausfinden, welcher Sport bzw. welche Art von Bewegung ihnen am meisten Spaß macht. Denn nur so lernen sie die positiven Seiten des Sports zu schätzen und bleiben langfristig motiviert. Dasselbe gilt natürlich auch für die Eltern.
Beliebteste Sportarten bei Kindern
Sport im Verein ist eine tolle Möglichkeit für Kinder, sich sportlich auszuprobieren und mit Gleichaltrigen zu messen. Mit oder ohne Eltern - gerade bei den ganz Kleinen ist meist beides möglich. Insgesamt sind in Deutschland etwa 66 Prozent der Kinder (ca. 75 Prozent der Jungs und ca. 57 Prozent der Mädchen) zwischen 7 und 14 Jahren in einem Sportverein angemeldet. Die fünf beliebtesten Sportarten nach Mitgliedschaften sind dabei laut Deutschem Olympischem Sportbund (DOSB) zurzeit folgende:
| Top 5 Jungen | Top 5 Mädchen |
| 1. Fußball (1.044.700) | 1. Turnen (571.312) |
| 2. Turnen (319.428) | 2. Schwimmen inkl. DLRG (186.455) |
| 3. Schwimmen inkl. DLRG (194.970) | 3. Fußball (166.829) |
| 4. Tennis (126.421) | 4. Reiten (114.222) |
| 5. Handball (106.604) | 5. Leichtathletik (104.883) |