Darmkrebs: Bessere Heilungschancen durch Früherkennung

Darmkrebs ist bei Frauen die zweithäufigste und bei Männern die dritthäufigste Krebserkrankung. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erkranken jährlich bundesweit etwa 27.900 Frauen und 33.100 Männer daran. Anlässlich des Darmkrebsmonats März informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) daher über Früherkennungsuntersuchungen von Darmkrebs.

Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, steigt mit höherem Lebensalter. Im frühen Stadium verursacht Darmkrebs häufig keine Beschwerden. Doch je früher die Erkrankung erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen.

Zur Früherkennung können Frauen und Männer ab 50 Jahren jährlich einen Stuhltest in Anspruch nehmen; dieser weist nicht sichtbares ("okkultes") Blut im Stuhl nach. Seit April 2017 gibt es dafür den immunologischen Test, der noch zuverlässiger Blut im Stuhl nachweist als das bisherige chemische Verfahren. Ein positives Ergebnis kann ein Hinweis auf Darmkrebs sein. Häufig hat Blut im Stuhl aber auch andere Ursachen, etwa Hämorrhoiden oder eine Darmentzündung. Daher wird für eine sichere Diagnose bei Verdachtsfällen anschließend eine Darmspiegelung (Koloskopie) vorgenommen. Sollte es verdächtige Tumorvorstufen geben, können diese früh erkannt und direkt entfernt werden.

Ab einem Alter von 55 Jahren bieten gesetzliche Krankenkassen eine Darmspiegelung im Rahmen der gesetzlichen Darmkrebsfrüherkennung an. Diese kann insgesamt zweimal im Abstand von zehn Jahren durchgeführt werden. Alternativ können Versicherte ab 55 Jahren alle zwei Jahre einen Stuhlbluttest in Anspruch nehmen.

Doch nicht nur Früherkennungsuntersuchungen, sondern auch der eigene Lebensstil kann das Darmkrebsrisiko verringern – dazu gehören regelmäßige Bewegung, Vermeidung von Übergewicht und Verzicht auf Tabak und Alkohol.

Darüber hinaus weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf zwei Online-Angebote mit geprüften Informationen zum Thema Darmkrebs hin. Neben nützlichen Informationen zu den verschiedenen Früherkennungsuntersuchungen informieren die beiden Internetportale qualitätsgesichert über das Erkrankungsrisiko, den Verlauf und die Behandlung von Darmkrebs und erläutern, wie sich eine darmgesunde Lebensweise im Alltag umsetzen lässt.

www.frauengesundheitsportal.de

www.maennergesundheitsportal.de

 

 

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