Wenn der Nachwuchs krank ist - Krankengeld für Eltern

20.10.2014

Wenn der Nachwuchs krank ist

Bochum: Wenn Kinder plötzlich krank werden, ist das schon schlimm genug. Berufstätige Eltern, die ihrem kranken Kind beistehen, haben ein zusätzliches Problem zu lösen, sie müssten eigentlich zur Arbeit. Damit das Fernbleiben vom Arbeitsplatz wegen der Pflege des erkrankten Kindes kein allzu großes Loch in die Haushaltskasse reißt, haben Versicherte in diesen Fällen Anspruch auf eine Leistung durch die Krankenkasse, das Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes.


Der Anspruch beträgt im Kalenderjahr 10 Tage je Kind, das das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Insgesamt ist der Anspruch auf 25 Tage begrenzt. Dabei können die Ansprüche des einen Elternteils auf den anderen übertragen werden – wenn der Arbeitgeber das akzeptiert. Alleinerziehende haben je Kind einen Anspruch von 20 Tagen, insgesamt bei mehreren Kindern aber nicht mehr als 50 Tage.

Für Eltern wichtig
Wie wichtig diese Leistung für Eltern ist, zeigen Zahlen der BKK vor Ort – der drittgrößten Betriebskrankenkasse in Deutschland. Im Jahr 2013 gab es bei der BKK vor Ort 20311 Kinderkrankengeld-Fälle mit insgesamt 47184 Tagen, für die Krankengeld gezahlt wurde - das sind 2,3 Tage je Fall. Insgesamt wendete die BKK vor Ort hierfür rund 2,2 Mio € auf. Für die ersten acht Monate 2014 zeigt sich ein annähernd gleiches Bild, auch hier sind es im Schnitt 2,3 Tage je Fall (12241 Fälle, 27871 Tage).

Regionale Schwerpunkte gibt es bei der Inanspruchnahme dieser Leistung nicht. Bei der Dauer der Fälle bietet das Ruhrgebiet ein einheitliches Bild – in Bochum zum Beispiel sind es 2,15 Tage je Fall, in Duisburg 2,30 und Dortmund 2,14. Mit 2,46 Tagen je Fall in Rüsselsheim und 2,85 Tagen je Fall in Eisenach liegt die Dauer etwas höher. Lübeck und Rostock liegen mit 1,97 und 1,79 Tagen je Fall unter dem BKK vor Ort-Durchschnitt, dafür ist hier die Zahl der Fälle deutlich höher.

Eltern nutzen Leistung mehrfach
Ein „Ausschöpfen“ des gesamten Anspruchs am Stück ist selten. Im überwiegenden Teil der Fälle (83% im Jahr 2013) wurden lediglich bis zu drei Tage am Stück in Anspruch genommen. In weniger als einem Prozent der Fälle lag die Anzahl der Tage bei 10 und darüber. Vielmehr nutzen rund zwei Drittel der Eltern diese Leistung der Kasse mehrmals im Jahr, dem entspricht auch die Zahl der darauf entfallenen Tage. Aber auch hier sind Ausreißer selten. Lediglich 12 Prozent der Eltern beanspruchten 2013 die Leistung häufiger als fünf Mal – dabei ist die Zahl der erkrankten Kinder unberücksichtigt.

„Diese Inanspruchnahme hat sicher mehrere Ursachen“, erläutern die Experten der BKK vor Ort. „Zunächst muss der behandelnde Arzt die Notwendigkeit und Dauer bescheinigen. Eine längere Verordnungsdauer setzt eine entsprechend schwere Erkrankung des Kindes voraus. Darüber hinaus ist das Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes geringer als das versäumte Arbeitsentgelt, so dass betroffene Eltern bei längerer Abwesenheit vom Arbeitsplatz dennoch finanzielle Einbußen haben. In der Konsequenz werden sie also nach anderen Lösungen für die Pflege des kranken Kindes suchen – Betreuung durch andere Personen, Abbau von Gleitzeit- und Überstundenkonten oder ähnliches. Darüber hinaus gibt es in vielen Unternehmen Regelungen, die bei kurzzeitiger Abwesenheit vom Arbeitsplatz von Eltern in Anspruch genommen werden können.“

Über die BKK vor Ort:
Die BKK vor Ort betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an über 70 Standorten rund 780.000 Versicherte und ca. 100.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland.
Sitz der BKK vor Ort ist Bochum in Nordrhein-Westfalen.

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BKK vor Ort
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Telefon 0234 479-2717, Mobil 0172 3864318

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