Von Zuzahlungen befreien lassen

18.01.2016

Von Zuzahlungen befreien lassen

Bochum: Zuzahlungen müssen grundsätzlich alle gesetzlich Krankenversicherten leisten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Höhe der Zuzahlungen hat der Gesetzgeber auf 10 Prozent des Abgabepreises festgesetzt. Mindestens werden jedoch fünf Euro, höchstens 10 Euro als Zuzahlungen fällig. Allerdings dürfen Zuzahlungen nicht höher sein als die tatsächlichen Kosten der Leistung. Bei einigen Leistungen sind zusätzlich 10 Euro für die Verordnung zu zahlen. Eine Tabelle über die zu leistenden Zuzahlungen bietet die VIACTIV Krankenkasse unter www.viactiv.de


Zuzahlungen fallen an für Arznei- und Verbandmittel, Heilmittel (z. B. Krankengymnastik), Hilfsmittel (z. B. Windeln bei Inkontinenz oder Rollatoren), Haushaltshilfe oder Fahrkosten, wenn die Krankenkasse die Fahrten vorab genehmigt hat. Bei Leistungen der häuslichen Krankenpflege werden ebenfalls Zuzahlungen fällig – allerdings begrenzt auf 28 Kalendertage je Kalenderjahr. Bei Heilmitteln und häuslicher Krankenpflege fallen zusätzlich 10 Euro je Verordnung an.

Auch für stationäre Krankenhausbehandlung sowie sich unmittelbar daran anschließende stationäre Reha-Kuren werden pro Kalendertag 10 Euro fällig – bis zu einer Dauer von insgesamt 28 Tagen im Kalenderjahr. Ebenfalls 10 Euro Zuzahlung pro Kalendertag fallen an für stationäre Leistungen zur medizinischen Rehabilitation – auch für so genannte Mutter-Kind-Maßnahmen bzw. Vater-Kind-Maßnahmen – sowie stationäre Vorsorgemaßnahmen.

Damit niemand finanziell überfordert wird, ist die Summe der zu leistenden Zuzahlungen auf zwei Prozent - bei chronisch kranken Versicherten auf ein Prozent - der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt begrenzt. Dabei werden bei Ehegatten und Lebenspartnern sowohl bei den Zuzahlungen als auch bei den Einnahmen die Beträge zusammengerechnet.

Haben Versicherte im vergangenen Jahr insgesamt Zuzahlungen geleistet, die über ihrer Belastungsgrenze liegen, haben sie einen Anspruch auf Rückzahlung des zu viel gezahlten Betrages. Die VIACTIV Krankenkasse empfiehlt daher Versicherten jetzt anhand von Quittungen und Belegen aus 2015 zu prüfen, ob sie möglicherweise einen Anspruch auf Rückzahlung haben.

Versicherte, die bereits schon jetzt wissen, dass sie ihre Belastungsgrenze bei den Zuzahlungen überschreiten werden, können ihren Zuzahlungsbetrag auch vorab zahlen und sich das lästige Sammeln der Belege ersparen. Hierzu sollten sie sich in ihrem VIACTIV Service-Center beraten lassen oder kostenlos anrufen unter 0800 222 12 11.

Über die VIACTIV Krankenkasse:
Die VIACTIV betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an rund 70 Standorten ca. 780.000 Versicherte und 110.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland. Hauptsitz ist Bochum (NRW).
VIACTIV ist hervorgegangen aus Fusionen der Betriebskrankenkassen namhafter Betriebe: u.a. Krupp, Mannesmann, Opel, Dräger, Evonik, LWL, Werften in Rostock und Wismar.

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