VIACTIV Krankenkasse verzichtet bei „Windeln“ auf Ausschreibung

27.04.2016

Bei der Versorgung mit Windeln verzichtet die VIACTIV auf Ausschreibungen.

Bochum: Die Versorgung mit Hilfsmitteln bei Inkontinenz ist in jeder Hinsicht ein heikles Thema. Zwar gehören Windeln zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen, aber diese Leistung wird sehr unterschiedlich erbracht. Auch der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, beklagt, dass Betroffene oft nicht bedarfsgerecht versorgt werden. Die VIACTIV Krankenkasse steuert dem entgegen, indem sie örtlichen Sanitätshäusern und Apotheken die Versorgung der Versicherten zu wirtschaftlich vertretbaren Preisen anbietet.


Viele Krankenkassen schreiben die Versorgung mit Windeln aus und senken so ihre Kosten – zulasten der Versicherten, die wegen der niedrigen Preise oft unzureichend versorgt werden. In der Konsequenz leisten sie dann eine Aufzahlung, um eine für sie ausreichende Menge und eine ordentliche Qualität zu erhalten. Wie viele Versicherte eine solche Aufzahlung leisten und in welcher Höhe kann nur geschätzt werden, weil den Kassen hierzu keine Daten vorliegen. Ein Betrag von bis zu 30 Euro im Monat gilt aber als wahrscheinlich.

„Sicher müssen die Kassen auf eine wirtschaftliche Versorgung achten. Aber sie dürfen sich nicht zulasten der Versicherten aus der finanziellen Verantwortung stehlen, indem sie sie zum Beispiel mit unzureichenden Produkten versorgen“, bestätigt Roland Wien, Vorstand der VIACTIV Krankenkasse - unter anderem für den Bereich Leistungsmanagement verantwortlich, den Patientenbeauftragten. „Ausschreibungen sind wichtig, um Preisvorteile zu erzielen. Diese Möglichkeit nutzen wir auch zum Beispiel bei Arzneimitteln – aber hier sind die Bedingungen klar definiert. Bei der Versorgung mit Inkontinenzhilfsmitteln ist das nicht so eindeutig. Daher verzichten wir bewusst auf Ausschreibungen.“

Statt nur dem billigsten Lieferanten, der die Produkte in der gesamten Republik versendet, das Geschäft zu überlassen, bietet die VIACTIV Krankenkasse den örtlichen Sanitätshäusern und Apotheken durch eine angemessene Pauschale die Möglichkeit zur ausreichenden und wirtschaftlichen Versorgung vor Ort.

„Die Vertragsbedingungen einschließlich der monatlichen Pauschalen zu denen geliefert werden kann, veröffentlichen wir auf unserer Internetseite. Das Sanitätshaus oder die Apotheke kann einem Liefervertrag beitreten und die Versicherten der VIACTIV Krankenkasse dann beliefern“, ergänzt Roland Wien. „Sicher haben einige unserer Versicherten zusätzliche Ansprüche an die Produkte und sind bereit dafür Aufzahlungen zu leisten. Im Normalfall ist das aber nicht nötig, um zweckmäßig versorgt zu sein.“

Über die VIACTIV Krankenkasse:
Die VIACTIV betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an über 60 Standorten ca. 740.000 Versicherte und 110.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland. Hauptsitz ist Bochum (NRW).
VIACTIV ist hervorgegangen aus Fusionen der Betriebskrankenkassen namhafter Betriebe: u.a. Krupp, Mannesmann, Opel, Dräger, Evonik, LWL, Werften in Rostock und Wismar.

 

 

Downloads

Kategorie: Startseite

Jetzt Mitglied werden

zum Online-Beitritt

Service-Center Suche

Für Pressekontakte

Monika Hille
Telefon: 0234 4792709
Mobil: 0171 8605975
monika.hille@viactiv.de

Georg Stamelos
Telefon: 0234 4792158
Mobil: 0152 22577157
georg.stamelos@viactiv.de

VIACTIV Krankenkasse
Universitätsstraße 43
44789 Bochum