Projekt von VIACTIV und weiteren 14 BKK wird mit 3,7 Millionen € gefördert

21.11.2016

„BGM-innovativ“ erhält in den kommenden vier Jahren eine Förderung aus dem Innovationsfonds. © Corbis / 42-23707043 / Corbis

Bochum: Die Betriebskrankenkassen bauen ihre Angebote im betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) in den Bereichen Prävention, Rehabilitation und betriebliche Wiedereingliederung aus. „BGM-innovativ“, ein neues Programm zur Versorgung von Beschäftigten mit Muskel-Skelett- Erkrankungen, erhält in den kommenden vier Jahren eine Förderung aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).


15 Betriebskrankenkassen werden BGM-innovativ in ihren traditionellen Trägerbetrieben durchführen. Einbezogen sind 22 Betriebsstandorte, an denen die Betriebskrankenkassen Beschäftigte in ganz unterschiedlichen Branchen und Arbeitsplätzen versichern – von industriellen Produktionsstätten bis hin zu Dienstleistungsunternehmen. Insgesamt sollen etwa 1.500 Versicherte am Projekt teilnehmen. Die VIACTIV Krankenkasse ist mit den Betrieben Vallourec Deutschland GmbH in Mülheim, Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH in Mülheim sowie EUROPIPE Deutschland GmbH in Mülheim dabei.

„Hier haben wir hauptsächlich industrielle Arbeitsplätze, mit denen wir uns am Projekt beteiligen. Aus unseren Untersuchungen über das Arbeitsunfähigkeitsgeschehen aller beschäftigten Mitglieder wissen wir um die Bedeutung von Muskel-Skelett-Erkrankungen, einer der häufigsten Einzeldiagnosen. Annähernd jede fünfte Arbeitsunfähigkeit die uns eingereicht wird, hat hier ihre Ursachen. Ein wirtschaftliches Problem für die Arbeitgeber aber auch für uns als Krankenkasse zum Beispiel durch hohe Behandlungskosten und Krankengeld“, erklärt Reinhard Brücker, Vorstandsvorsitzender der VIACTIV Krankenkasse.

Ein wesentliches Problem in diesem Krankheitsbereich ist, dass Betroffenen heute meist zu spät, zu unspezifisch und wenig nachhaltig geholfen wird. Das Projekt, für das nun die Förderzusage des G-BA vorliegt, soll dieses Problem überwinden. Dazu wird in enger Zusammenarbeit von Fallmanagern der Krankenkasse und zuständigen Betriebsärzten die optimale arbeitsplatzbezogene und individuell zugeschnittene Versorgung eingeleitet. „Außerdem handeln wir sozialversicherungsübergreifend in intensiver Kooperation mit den Rentenversicherungsträgern. Dies ermöglicht eine zügige Inanspruchnahme notwendiger Rehabilitationsmaßnahmen“, so Reinhard Brücker weiter.

Projektstart ist am 1. Januar 2017. Das Förderbudget beträgt 3,7 Millionen Euro. Die Projektleitung für die beteiligten Kassen übernimmt der BKK Dachverband. Projektinformationen auf den Seiten des BKK DV.

Der Innovationsfonds ist ein auf zunächst vier Jahre angelegtes Förderprogramm zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung der gesetzlich Krankenversicherten in besonders relevanten Themenfeldern.

Über die VIACTIV Krankenkasse:
Die VIACTIV betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an über 60 Standorten ca. 740.000 Versicherte und 110.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland. Hauptsitz ist Bochum (NRW).
VIACTIV ist hervorgegangen aus Fusionen der Betriebskrankenkassen namhafter Betriebe: u.a. Krupp, Mannesmann, Opel, Dräger, Evonik, LWL, Werften in Rostock und Wismar.

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