Licht lässt Menschen gleich ticken

04.12.2015

Der Wechsel von Tag und Nacht steuert unsere Körperfunktionen.

Bochum: Wer allzu oft die Nacht zum Tag macht, bei dem gehen bald die Lichter aus. Denn so wie wir das Licht am Tage für unsere Aktivitäten brauchen, benötigen wir auch die Dunkelheit zum Schlaf und zur Regeneration. Der Wechsel von Tag und Nacht steuert unsere Körperfunktionen: Herzschlag, Blutdruck, Nierenfunktion, Verdauung, Körpertemperatur, Stimmung und vieles mehr.


Irgendwie ticken alle Menschen gleich, wenn es um den Tag-Nacht-Rhythmus geht. Daran ändern auch Abend- und Morgentypen („Eulen“ und „Lerchen“) nichts. Der Wechselzyklus von Tag und Nacht ist ungefähr (cirkadian) 24 Stunden lang. Ein Rhythmus, der die Menschen seit Urzeiten begleitet. Am Tag muss der Mensch hellwach sein, das ist überlebenswichtig. Daher wird bei Tag verstärkt das Hormon Cortisol ausgeschüttet – der Mensch ist jetzt hellwach und konzentriert; die Bildung von Serotonin nimmt zu – das wirkt stimmungsaufhellend und motivierend. Bei Dunkelheit geht die Produktion der Muntermacher zurück, Melatonin gelangt ins Blut – das stellt uns auf die Ruhezeit ein; die Zellen regenerieren sich.

Allzu oft gerät der natürliche Ablauf, die innere Uhr, in Unordnung. Der dauerhafte Aufenthalt in Räumen ohne Tageslicht lässt die Unterschiede zwischen Tag und Nacht verschwimmen. Nachtaktive Freizeitgestaltung oder Fernreisen wirken dem normalen Rhythmus entgegen. Aber vor allem Schichtarbeit, die mittlerweile in vielen Branchen üblich ist, ist ein Störenfried für den Tag-Nacht-Rhythmus. Das kann ein nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko in sich bergen.

Nachtarbeit zum Beispiel verlangt dem Menschen viel ab, denn er muss Arbeitsleistung und Konzentration erbringen, wenn die innere Uhr auf Schlafenszeit steht und alle Körperfunktionen auf Sparflamme laufen. Fehler- und Unfallhäufigkeit nehmen zu. Gegen drei Uhr in der Früh ist unser absolutes Leistungstief. Auch das Verdauungssystem gerät in Unordnung, denn während es in der Nacht eigentlich auf Ruhe eingestellt ist, bekommt es stattdessen Nahrung zugeführt. Nicht viel anders ist es unmittelbar nach der Schicht, wenn bei Tagesanbruch die innere Uhr auf Wecken programmiert ist, der Schichtarbeiter aber schlafen möchte.

Natürlich kann man eine gewisse Zeit entgegen der inneren Uhr leben, aber nicht ohne Folgen. Daher empfehlen Arbeitswissenschaftler Schichtmodelle mit nur wenigen Nachtschichten in Folge und einem Wechsel zu arbeitsfreien Tagen (Vorwärtsrotation), um den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus möglichst wenig durcheinander zu bringen. Und je früher am Morgen die Nachtschicht endet, desto mehr kommt das dem natürlichen Rhythmus entgegen.

Aber auch der im Schichtbetrieb Beschäftigte hat vielfältige Möglichkeiten, seine Belastungen zu reduzieren und sich gesundheitsbewusst zu verhalten. Dennoch, wer dem natürlichen Rhythmus allzu oft entgegenwirkt, hat ein zunehmendes gesundheitliches Risiko.

Weitere Infos auf dem VIACTIV-Gesundheitsportal www.viactiv-bgm.de sowie in der Broschüre „Besser leben mit Schichtarbeit“ als download unter www.bkk-dachverband.de

Über die VIACTIV Krankenkasse:
Die VIACTIV betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an rund 70 Standorten ca. 780.000 Versicherte und 110.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland. Hauptsitz ist Bochum (NRW).
VIACTIV ist hervorgegangen aus Fusionen der Betriebskrankenkassen namhafter Betriebe: u.a. Krupp, Mannesmann, Opel, Dräger, Evonik, LWL, Werften in Rostock und Wismar.

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