Endgültiges Aus für die alte Versichertenkarte zum 1. Januar 2015

18.08.2014

Roland Wien, Vorstand der BKK vor Ort: Wir sind an einer schnellstmöglichen und vollständigen Nutzung der elektronischen Gesundheitskarte interessiert.

Bochum: Eigentlich gilt für gesetzlich Versicherte seit Beginn des Jahres 2014 grundsätzlich die neue, elektronische Gesundheitskarte (eGK) beim Besuch von Arzt oder Zahnarzt. Die Versicherten sind zum größten Teil pünktlich mit der neuen Karte versorgt worden, wenn sie ein gültiges Foto eingereicht haben. Daher hätte es der Verlängerung einer Übergangsfrist für die alte Versichertenkarte bis zum 31. Dezember 2014 eigentlich nicht bedurft.

Doch es gab bis zuletzt unterschiedliche Auffassungen über die Dauer einer Übergangsregelung für die Leistungserbringer, also für die Frage: wie lange können erbrachte Leistungen noch über die alte Karte abgerechnet werden. Diese Frage ist jetzt eindeutig geklärt. Ab dem 1. Januar 2015 kann die alte Versichertenkarte unabhängig vom aufgedruckten Befristungsdatum nicht mehr genutzt werden – dann gilt einzig die elektronische Gesundheitskarte auch für die Abrechnungen der Ärzte und Zahnärzte. Darauf haben sich jetzt die Verbände der Krankenkassen, Ärzte und Zahnärzte verständigt.

„Natürlich sind wir an einer schnellstmöglichen und vollständigen Nutzung der elektronischen Gesundheitskarte interessiert“, erläutert Roland Wien, Vorstand der BKK vor Ort, „dazu gehört auch eine reibungslose Abrechnung und die online- Anbindung. Diese Zielsetzungen werden von Teilen der Leistungserbringerorganisationen immer wieder unterlaufen. Damit sich die hohen Investitionen in den dringend erforderlichen Aufbau einer Telematik-infrastruktur im deutschen Gesundheitswesen endlich auszahlen, sind die Organisationen der Leistungserbringer gesetzlich in die Pflicht zu nehmen, die vom Gesetzgeber vorgegebenen Zielsetzungen umzusetzen. Schließlich hat die Einführung der eGK mittlerweile Unsummen verschlungen, ohne für einen nachhaltigen zusätzlichen Nutzen zu sorgen.“

Durch die Verlängerung der Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2015 erhalten die wenigen Versicherten, die bisher noch keine eGK haben, die Möglichkeit, ihr Lichtbild einzureichen und so doch noch rechtzeitig ihre elektronische Gesundheitskarte zu erhalten.

Auch nach dem 1. Januar 2015 werden vereinzelt Versicherte keine elektronische Gesundheitskarte beim Arzt vorlegen. In diesem Fall gilt, dass der Arzt nach Ablauf von zehn Tagen eine Privatvergütung für die Behandlung verlangen kann. Diese wird zurückgezahlt, wenn der Versicherte bis zum Ende des Quartals eine zum Zeitpunkt der Behandlung gültige eGK nachreicht. In der Zahnarztpraxis gilt eine etwas abweichende Regelung: Hier besteht für den Versicherten zwar ebenfalls die Möglichkeit, die eGK innerhalb von zehn Tagen nach der Behandlung vorzulegen, so dass vom Zahnarzt keine Privatrechnung gestellt wird. Ein Nachreichen der eGK bis zum Ende des Quartals, in dem die Behandlung stattgefunden hat, ist in der zahnärztlichen Praxis jedoch nicht vorgesehen. Eine Kostenerstattung durch die Krankenkasse ist nicht möglich.

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