Sport während der Schwangerschaft

Herzlichen Glückwunsch - bald sind Sie zu zweit. Die Vorfreude ist groß, das neue Leben wird schon sehnsüchtig erwartet. Ein wenig wird es aber noch dauern.

Viele werdende Mütter möchten ihre Schwangerschaft nicht ruhiggestellt auf dem Sofa verbringen. Sie waren aktiv, als sie noch nicht schwanger waren, und sie wollen es auch weiterhin bleiben. "Kein Problem", sagt die Expertin Marion Sulprizio, Diplom-Psychologin vom Arbeitskreis "Sport und Schwangerschaft" der Deutschen Sporthochschule Köln. "Schwangere, die sportlich aktiv sind, haben weniger körperliche Beschwerden und unterstützen dadurch eine komplikationsfreie Geburt. Das Wichtigste ist ein angemessenes Maß." Beim Thema "Sport in der Schwangerschaft " herrscht viel Unsicherheit: Frauenärzte und Hebammen ermuntern nicht unbedingt zu mehr Bewegung, warnen aber auch nicht explizit davor. Oberstes Ziel des Arbeitskreises ist es, für die "Wahrnehmung des Themas Sport und Schwangerschaft in der Öffentlichkeit" zu sorgen. Ebenso soll ein Qualitätsstandard für die Weiterbildung in diesem Bereich entwickelt werden. Außerdem fordert das Expertenteam mehr Forschung und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Hebammen und Gynäkologen. "Uns ist es wichtig, wissenschaftlich fundierte Information zu geben und Unsicherheiten in Bezug auf Sport in der Schwangerschaft bei den Schwangeren selbst, aber auch bei ihren Hebammen, Gynäkologen und Übungsleitern zu verringern und somit zu einem aktiveren Lebensstil während der Schwangerschaft zu verhelfen. Auf unserer Homepage www.sportundschwangerschaft.de geben wir einen informativen Überblick", so Marion Sulprizio.

Solange es der dicke Babybauch zulässt und keine Beschwerden auftreten, können Sie ruhig Sport treiben. Schon seit den 1980er-Jahren belegen wissenschaftliche Studien, dass Sport die Sauerstoffversorgung des ungeborenen Kindes verbessert - vorausgesetzt, Sie übertreiben es nicht. Denn erwiesen ist auch: Leistungssport in der Schwangerschaft kann zu einer Frühgeburt führen und senkt das Geburtsgewicht des Kindes.

Gelenkschonende Sportarten wie Walken, Nordic Walking oder Radfahren sind gut geeignet für Schwangere. Aber auch Aquafitness und Schwimmen sind ideal sowie sanfte Gymnastik, Yoga und Pilates, wenn sie speziell auf die Bedürfnisse der Schwangeren zugeschnitten sind. Frauen, die vor der Schwangerschaft eher selten Sport gemacht haben, sollten am besten professionell geleitete Kurse besuchen, um Fehlbelastungen zu vermeiden. Sport und Bewegung in richtiger Form und Dosierung senken das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes, Rückenbeschwerden oder zu starke Gewichtszunahme. Sie fühlen sich ausgeglichener und selbstsicherer. Sogar auf den Geburtsverlauf und die Zeit danach wirkt sich ein aktiver Lebensstil positiv aus. Es liegen keine Hinweise darauf vor, dass eine richtig ausgewählte Sportaktivität negative Folgen für Sie oder Ihr Kind hat. Daher wird Ihnen auch Ihr Arzt oder Ihre Ärztin eine bewegte Schwangerschaft empfehlen.

Häufige Fragen rund um Sport in der Schwangerschaft beantwortet der Arbeitskreis "Sport und Schwangerschaft" der Deutschen Sporthochschule Köln auf dem eigens dafür eingerichteten Informations- und Serviceportal. Individuelle Beratungen und ein kostenloses Online-Coaching erhalten Schwangere auf Wunsch per E-Mail. Schildern Sie einfach Ihr Anliegen und schicken Sie Ihre Fragen an schwangerschaft@spam protectdshs-koeln.de.

Weitere Informationen erhalten Sie hier!

 

Auszug aus dem Kundenmagazin Inform, Ausgabe 1/2015

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