Lästiger Heuschnupfen

Laufende oder verstopfte Nase, Niesreiz, juckende Augen – so beginnt für fast jeden fünften Deutschen der Frühling. Immer mehr Menschen leiden an einer Pollenallergie, im Volksmund „Heuschnupfen“ genannt.

Ihr überempfindliches Immunsystem reagiert mit unterschiedlichen Symptomen auf an sich harmlose Pflanzenpollen. Was meist mit relativ harmlosem Niesreiz beginnt, kann sich im Laufe der Jahre bis zu einer Asthmaerkrankung steigern. Grund genug, die Symptome ernst zu nehmen und frühzeitig fachlichen Rat einzuholen.
Da nicht alle Pollen zur selben Zeit durch die Luft fliegen, liefert der Zeitraum der Beschwerden schon einen Hinweis auf die Art der Pollenallergie. Wer z. B. auf Birkenpollen reagiert, hat meist schon ab Mitte März erste Beschwerden. Die Zeit für Gräserpollen beginnt dagegen erst einen Monat später. Mit unterschiedlichen Allergietests kann die Diagnose eingegrenzt werden.

Beim gängigen „Pricktest“ werden verdächtige Allergieextrakte auf die Haut getropft und vorsichtig mit einer Lanzette unter die erste Hautschicht gebracht. Nach wenigen Minuten zeigt sich eine mögliche allergische Reaktion durch eine Rötung an der entsprechenden Hautstelle. Alternativ gibt ein Bluttest Hinweise auf mögliche Allergien. Man sollte aber wissen, dass alle Tests nur Bausteine einer komplexen Allergiediagnostik sind. Die individuelle Krankengeschichte des Patienten und die Testergebnisse müssen zusammen betrachtet und ausgewertet werden.

Tipps für die Heuschnupfensaison

  • Allergenmeidung ist oberstes Gebot: In der Stadt ist der Pollenflug abends am stärksten, auf dem Land morgens. In dieser Zeit sollten Sie nicht lüften und sich möglichst wenig draußen aufhalten.
  • Trocknen Sie während der Pollensaison Ihre Wäsche nicht im Freien.
  • Waschen Sie Ihre Haare abends vor dem Schlafengehen, um sie von Pollen zu reinigen.
  • Lassen Sie Ihre getragene Kleidung nachts nicht im Schlafzimmer liegen.
  • Eine tägliche Spülung der Nase mit Salzwasserlösung lindert die allergischen Symptome. Entsprechende „Nasenduschen“ und Salzlösungen sind in Apotheken und Drogerien erhältlich.

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