Zentrales Vorsorgeregister (ZVR)

Ist ein Mensch nicht mehr entscheidungsfähig, kann er nicht automatisch in allen wichtigen Angelegenheiten von seinen Angehörigen vertreten werden. Damit keine gänzlich fremde Person die Betreuung übernimmt, muss rechtzeitig vorgesorgt werden. In Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen benennt man selbst die Personen, die in seinem Namen handeln dürfen.

Sind Vorsorgedokumente nicht auffindbar, kann es im Ernstfall jedoch trotzdem dazu kommen, dass das Gericht einen Betreuer für notwendig erachtet und bestellt. Um das zu vermeiden hat der Gesetzgeber ein Registersystem entwickelt, in dem alle Vollmachten und Betreuungsverfügungen erfasst werden können. Das sogenannte Zentrale Vorsorgeregister wird durch die Bundesnotarkammer geführt.

Eine Registrierung vermeidet das Verfahren zur Bestellung eines Betreuers durch das Betreuungsgericht und erleichtert die Suche nach einem Bevollmächtigten. Allerdings werden die Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung lediglich erfasst und nicht hinterlegt oder aufbewahrt. Diese sollten weiterhin im Besitz der Vertrauensperson sein, um sich gegenüber Ärzten, Behörden oder Banken ausweisen zu können.

Für die Registrierung kann ein Rechtsanwalt oder Notar beauftragt oder eine Registrierung gemäß Anleitung im Internetauftritt des Vorsorgeregisters selber vorgenommen werden.  

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