Renten- und Arbeitslosenversicherung

Rentenversicherung:
Die Pflegekasse zahlt für Pflegepersonen Beiträge zur Rentenversicherung, wenn bei dem Pflegebedürftigen mindestens der Pflegegrad 2 vorliegt und der Pflegeaufwand mindestens zehn Stunden wöchentlich beträgt (- verteilt auf mindestens zwei Tage in der Woche -). Dies soll der Medizinische Dienst der Krankenkassen im Rahmen der Pflegebegutachtung feststellen. Dabei legt er die Angaben des Pflegebedürftigen und der Pflegeperson zu Grunde.

Weitere Voraussetzung für die Zahlung der Beiträge zur Rentenversicherung der Pflegeperson ist, dass die Pflegeperson regelmäßig nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich erwerbstätig ist und die Pflegeperson bei Erreichen der Regelaltersgrenze keine Vollrente wegen Alters bezieht. Die Prüfung erfolgt durch die Pflegekasse aufgrund eines Fragebogens zur sozialen Sicherung.

Die Höhe der Beiträge, die die Pflegekasse an die Rentenversicherung zahlt, ist vom Pflegegrad der zu pflegenden Person und der Art der Pflegeleistung (Pflegegeld, -Sachleistung oder die Kombination aus Pflegegeld und -Sachleistung) abhängig. Bei der Beitragsberechnung werden als beitragspflichtiges Einkommen die monatliche Bezugsgröße (3.045 Euro West/ 2.695 Euro Ost) und der aktuelle Beitragssatz (18,6 Prozent) zu Grunde gelegt. Der maximale Rentenversicherungsbeitrag liegt bei 566 Euro (West) bzw. 501 Euro (Ost).

Arbeitslosenversicherung:
Darüber hinaus werden Pflegepersonen seit 2017 auch in der Arbeitslosenversicherung versichert. Hierbei ist grundsätzlich erforderlich, dass unmittelbar vor der Pflegetätigkeit (= ein Monat) eine Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung bestanden hat oder eine Leistung der Arbeitslosenversicherung bezogen wurde. Eine doppelte Versicherung in der Arbeitslosenversicherung ist ausgeschlossen, daher ist eine Versicherung aufgrund der Pflegetätigkeit nur möglich, wenn während der Pflegetätigkeit keine Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung besteht bzw. keine Leistung der Arbeitslosenversicherung bezogen wird. Die Prüfung erfolgt durch die Pflegekasse aufgrund eines Fragebogens.

Für Pflegepersonen besteht dadurch die Möglichkeit, nach dem Ende der Pflegetätigkeit zum Beispiel Arbeitslosengeld zu beantragen und Leistungen der Arbeitsförderung in Anspruch zu nehmen.

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