Wer ist versichert?

Alle Versicherten der VIACTIV Krankenkasse sind automatisch in der VIACTIV Pflegekasse versichert. Dies gilt auch für die familienversicherten Ehegatten und Kinder.

Wer ist pflegebedürftig?

Pflegebedürftig im Sinne des Pflegegesetzes sind Personen, die in den folgenden sechs Bereichen gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten aufweisen und deshalb der Hilfe durch andere bedürfen:

  • Positionswechsel im Bett
  • Halten einer stabilen Sitzposition
  • Umsetzen
  • Fortbewegen innerhalb des Wohnbereichs
  • Treppensteigen
  • Erkennen von Personen aus dem näheren Umfeld
  • örtliche Orientierung
  • zeitliche Orientierung
  • Erinnern an wesentliche Ereignisse oder Beobachtungen
  • Steuern von mehrschrittigen Alltagshandlungen
  • Treffen von Entscheidungen im Alltagsleben
  • Verstehen von Sachverhalten und Informationen
  • Erkennen von Risiken und Gefahren
  • Mitteilen von elementaren Bedürfnissen
  • Verstehen von Aufforderungen
  • Beteiligen an einem Gespräch
  • motorisch geprägte Verhaltensauffälligkeiten
  • nächtliche Unruhe
  • selbstschädigendes und autoaggressives Verhalten
  • Beschädigen von Gegenständen
  • physisch aggressives Verhalten gegenüber anderen Personen
  • verbale Aggression
  • andere pflegerelevante vokale Auffälligkeiten
  • Abwehr pflegerischer und anderer unterstützender Maßnahmen
  • Wahnvorstellungen
  • Ängste
  • Antriebslosigkeit bei depressiver Stimmungslage
  • sozial inadäquate Verhaltensweisen
  • sonstige pflegerelevante inadäquate Handlungen
  • Waschen des vorderen Oberkörpers
  • Körperpflege im Bereich des Kopfes
  • Waschen des Intimbereichs
  • Duschen und Baden einschließlich Waschen der Haare
  • An- und Auskleiden des Oberkörpers
  • An- und Auskleiden des Unterkörpers
  • mundgerechtes Zubereiten der Nahrung und Eingießen von Getränken
  • Essen
  • Trinken
  • Benutzen einer Toilette oder eines Toilettenstuhls
  • Bewältigen der Folgen einer Harninkontinenz und Umgang mit Dauerkatheter und Urostoma
  • Bewältigen der Folgen einer Stuhlinkontinenz und Umgang mit Stoma
  • Ernährung parenteral oder über Sonde
  • Bestehen gravierender Probleme bei der Nahrungsaufnahme bei Kindern bis zu 18 Monaten, die einen außergewöhnlich pflegeintensiven Hilfebedarf auslösen

Info:Hierunter wurde bisher die "Grundpflege" verstanden.

a) in Bezug auf:

  • Medikation
  • Injektionen
  • Versorgung intravenöser Zugänge
  • Absaugen und Sauerstoffgabe
  • Einreibungen sowie Kälte- und Wärmeanwendungen
  • Messung und Deutung von Körperzuständen
  • körpernahe Hilfsmittel

b) in Bezug auf:

  • Verbandswechsel und Wundversorgung
  • Versorgung mit Stoma
  • regelmäßige Einmalkatheterisierung und Nutzung von Abführmethoden
  • Therapiemaßnahmen in häuslicher Umgebung

c) in Bezug auf:

  • zeit- und technikintensive Maßnahmen in häuslicher Umgebung
  • Arztbesuche bzw. Besuche anderer medizinischer oder therapeutischer Einrichtungen
  • zeitlich ausgedehnte Besuche medizinischer oder therapeutischer Einrichtungen
  • Besuch von Einrichtungen zur Frühförderung bei Kindern

d) in Bezug auf:

  • Einhalten einer Diät oder anderer krankheits- oder therapiebedingter Verhaltensvorschriften
  • Gestaltung des Tagesablaufs und Anpassung an Veränderungen
  • Ruhen und Schlafen
  • Sichbeschäftigen
  • Vornehmen von in die Zukunft gerichteten Planungen
  • Interaktion mit Personen im direkten Kontakt
  • Kontaktpflege zu Personen außerhalb des direkten Umfelds

Die Selbständigkeit in den genannten Bereichen wird nach verschiedenen Kriterien mit Punkten bewertet. Diese werden gewichtet und addiert. Aus der Gesamtpunktzahl ergibt sich dann der jeweilige Pflegegrad.

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