Arzneimittel

Wir übernehmen die Kosten in vollem Umfang – abzüglich Ihrer gesetzlichen Zuzahlung –, wenn Ihr Arzt Ihnen ein verordnungsfähiges Arzneimittel auf einem Kassenrezept ausstellt. Bis zum 18. Lebensjahr sind Kinder und Jugendliche bei der VIACTIV von den gesetzlichen Zuzahlungen befreit.

Für die meisten Arzneimittel sind Festbeträge vorgeschrieben. Verordnet Ihnen Ihr Arzt Medikamente, die preislich darüber liegen, zahlen Sie die Differenz zum Festbetrag. Fast immer gibt es aber Alternativen ohne Mehrkosten. Fragen Sie Ihren Arzt danach!

Festbeträge

Regelmäßig werden neue Festbeträge bestimmt. Teilweise werden bestehende Festbeträge auch abgesenkt. Hierdurch kann es zu Mehrkosten für Arzneimittel kommen.

Auf unserer Sonderseite Festbeträge finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen und alle wichtigen Informationen zu diesem Thema.

Rabattverträge

Einsparungen, die den Versicherten zugute kommen
Seit 2003 können Krankenkassen mit einzelnen Arzneimittelherstellern Rabattverträge schließen. In diesen Verträgen vereinbart eine Krankenkasse mit einem pharmazeutischen Unternehmen für dessen Medikamente einen Preisnachlass. 

Ihre Apotheke muss bevorzugt rabattierte Arzneimittel abgeben.

Wichtig: Sie bekommen in jedem Fall den vom Arzt verschriebenen Wirkstoff, es wird lediglich der Hersteller ausgetauscht.

Soweit Ihr Arzt ein bestimmtes Medikament (eines bestimmten Herstellers) aus medizinischen Gründen ohne die sonst vorgesehene Auswahl des Medikamentes durch den Apotheker verordnen möchte, wird er dies auf dem Rezept vermerken. Die Apotheke hat in der Regel immer die Auswahl zwischen bis zu vier rabattierten Präparaten. Sollte Ihre Apotheke ausnahmsweise kein rabattiertes Präparat vorrätig haben, wird sie das benötigte Mittel schnell besorgen oder Ihnen ein anderes Präparat geben.

Somit ist gewährleistet, dass Sie jederzeit mit dem richtigen Arzneimittel versorgt werden.

Alle Arzneimittelhersteller müssen die Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Medikamente beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte nachweisen, um eine Zulassung in Deutschland zu erhalten. Somit ist garantiert, dass alle Arzneimittel einen hohen Qualitätsstandard aufweisen.

Weitere Informationen zu Arzneimitteln

Viele Patienten sind auch im Urlaub auf Arzneien angewiesen, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Grundsätzlich dürfen solche Arzneien, falls von einem Arzt verschrieben, als persönlicher Reisebedarf mitgeführt werden.

Darauf weist die Bundesopiumstelle im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hin. Bei Reisen bis zu 30 Tagen in Schengen-Staaten sollte dazu eine vom Arzt ausgefüllte Bescheinigung mitgeführt werden. Ein entsprechendes Formular kann unter www.bfarm.de heruntergeladen werden.

Sie können Ihren Medikamentenbedarf planen?

Über viele Versandapotheken können Sie Ihre Arzneimittel bequem und preiswert nach Hause bestellen. Qualitätskontrollen durch Apotheker und kompetentes Fachpersonal gewährleisten einen sicheren und reibungslosen Versand Ihrer Arzneimittel. 

Derzeit verunsichert der europaweite Rückruf einiger Arzneimittel mit dem Wirkstoff Valsartan.

  • Welche Arzneimittel sind betroffen?
    Diese Arzneimittel werden unter anderem zurückgerufen:
    VALSARTAN Heumann
    VALSARTAN AbZ
    VALSARTAN ratiopharm
    VALSARTAN-comp Puren
    VALSARTAN comp.AbZ
    VALSARTAN ratiopharm comp.
  • Folgende Arzneimittel ohne Mehrkosten sind nicht betroffen: 
    VALSACOR (TAD Pharma)
    VALSACOR comp. (TAD Pharma)
    VALSARTAN comp. AbZ 120 mg/12,5 mg
    VALSARTAN des Herstellers aurobindo
    VALSARTAN des Herstellers Mylan dura
  • Was sollten sie tun, wenn Sie ein Valsartan-Präparat einnehmen?
    Setzen Sie das Medikament, auch wenn es zu den betroffenen Präparaten gehört, keinesfalls ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ab. Es besteht keine akute Gefahr für Ihre Gesundheit.

    Wenden Sie sich an ihre Arztpraxis oder Apotheke, um prüfen zu lassen, ob ihre Packung vom Rückruf betroffen ist. Ihr Arzt wird Ihnen dann in der Regel ein neues Rezept für ein nicht betroffenes Valsartan-Präparat aufschreiben. Sollte genau dieses Präparat nicht vorhanden sein, kann jede Apotheke eine andere, mehrkostenfreie Alternative anbieten.

    Da nicht alle pharmazeutischen Unternehmen betroffen sind, gibt es momentan keinen Versorgungsengpass. Obwohl laut Herstellerangaben genügend Packungen im Handel sind, können derzeit trotzdem nicht alle Apotheken mehrkostenfreie Valsartanpräparate anbieten.
  • Welche Möglichkeiten haben Sie, wenn ihre Apotheke keine mehrkostenfreien Valsartanpräparate vorrätig hat?
    Alternativ kann in anderen Apotheken nachgefragt werden, ob dort noch entsprechende Präparate vorhanden sind. Der Arzt kann Ihnen außerdem eine ebenfalls mehrkostenfreie Alternative zum Präparat  Valsartan verschreiben.  Sie erhalten dann zwar einen anderen Wirkstoff, der aber dasselbe Wirkprinzip besitzt. Weitere immer aktuelle Informationen zum Valsartan-Rückruf finden Sie auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Bei weiteren Fragen stehen Ihnen unser Fachleute aus dem Arzneimittelteam gerne zur Verfügung. Nutzen Sie unsere kostenlose Arzneimittelhotline 0800 588 8970.

Praktisch: Ihr Medikationsplan

So behalten Sie den Überblick über alle Arzneimittel, die Sie anwenden. Laden Sie sich den Medikationsplan hier herunter. 

Format: PDF . Größe: 693 kB

Aktionsplan Arzneimitteltherapiesicherheit

Im Rahmen des "Aktionsplanes zur Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) in Deutschland" haben Experten unter Führung des Bundesministeriums für Gesundheit 8 Tipps für eine sichere Pharmakotherapie erarbeitet. Hier können Sie sich das entsprechende Informationsblatt Tipps für eine sichere Arzneimitteltherapie herunterladen.

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