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Hochkonjunktur in der Allergie-Saison

von Maximilian Mühlenweg | 07.07.2020
4min Lesezeit

Eigentlich möchte man nur der dreckigen Stadtluft mit ihren Abgasen und der Geräuschkulisse entkommen, um endlich mal durchatmen zu können. Doch kaum auf dem ruhigen Land angekommen, beginnen die Augen zu jucken und zu tränen, die Nase läuft, man muss niesen: Statt durchatmen zu können, fällt das Atmen immer schwerer. Wer selbst davon betroffen ist, weiß bei diesen Symptomen, wovon die Rede ist: einem Heuschnupfen beziehungsweise einer Pollenallergie. Ist das eigentlich das gleiche?

Pollenallergie oder Heuschnupfen?

Beide Begriffe bezeichnen eine durch Pollenflug ausgelöste, sogenannte Allergische Rhinitis, eine Entzündung der Nasenschleimhäute. Das Hauptmerkmal des Heuschnupfens ist die saisonal bedingte allergische Reaktion auf den Blütenstaub bestimmter Bäume und Gräser, während eine Pollenallergie ganz allgemein die allergische Reaktion beschreibt. Darauf weist der deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) hin.

Dies sind unterschiedliche Auslöser

Die allergischen Reaktionen können bereits ab Mitte Februar durch den Blütenstaub von Erlen und Haseln ausgelöst werden. Ab März bis Ende Mai kommen unter anderem noch Ulmen, Eschen, Birken und Weiden hinzu. Bis in den August und September hinein blühen zudem zahlreiche Gräser, Nesseln oder auch der Spitzwegerich. Wann genau welche Bäume und Pflanzen am stärksten blühen, kann übersichtlich in Pollenflugkalendern im Internet nachgelesen werden. Zahlreiche Wetterdienste geben zudem tägliche Einschätzungen dazu, wie stark der Pollenflug zu bestimmten Uhrzeiten in bestimmten Regionen zu erwarten ist. Doch woher soll man nun eigentlich wissen, ob einem die Birke, die Hasel oder vielleicht doch Gräser den Tag im Grünen vermiesen?

So werden Allergien diagnostiziert

Die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen, ist der Arztbesuch. Dort werden verschiedene Pollenextrakte auf die Haut getropft und mit einer kleinen Nadel oberflächig unter sie gestochen. Das klingt schmerzhaft, ist aber praktisch kaum zu spüren. Bilden sich nach wenigen Minuten Rötungen an der Einstichstelle eines oder gleich mehrerer Extrakte, hat man den oder die Auslöser der Allergie gefunden. Eine andere Möglichkeit sind Blutproben, die im Labor auf eine Empfindlichkeit gegen ein bestimmtes Allergen untersucht werden können. Welche Art der Diagnostik im Individualfall vorzuziehen ist, entscheidet der behandelnde Arzt.

Eine Allergie gegen Blütenpollen sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn ein Heuschnupfen kann sich im Lauf der Zeit verschlimmern und sich zu allergischem Asthma entwickeln. Der DAAB warnt daher davor, eine Allergie zu unterschätzen. Doch was passiert eigentlich genau mit dem Organismus, wenn die Pollen in den Körper gelangen?

So wirkt eine Pollenallergie auf den Körper

Was Pollenallergiker als rote, juckende Nasen und Augen kennen, ist eigentlich der Versuch des Körpers, Abwehrzellen mit gesteigerter Durchblutung schneller zu den vermeintlichen Feinden, den Allergenen wie Pollen, zu bekommen und sie zum Beispiel durch Niesen aus dem Körper zu befördern. Die Reaktion selbst wird dabei durch Neurotransmitter wie Histamin und die hormonähnlichen Leukotriene ausgelöst.

Pollen als Feinde des Immunsystems?

Die sogenannte Hygiene-These besagt, dass menschliche Abwehrkörper sich im Lauf der Zeit neue „Feinde“, wie zum Beispiel Pollen gesucht haben, da vor allem in Industrienationen kaum noch ursprüngliche, echte Feinde von ihnen bekämpft werden müssen. Nach erstmaligem Kontakt mit dem Allergen bildet das Immunsystem ein Reaktionsmuster, das von nun an chronisch auftritt, wenn es nicht behandelt wird.

Dr. Barbara Nickolaus weist für das deutsche Ärzteblatt zudem darauf hin, dass die frühe Gewöhnung an Allergene das Immunsystem besser darauf konditioniert, Allergene ohne Überreaktionen abzuwehren. Da Pollen als häufige Allergene vermehrt auf dem Land vorkommen, haben Kinder, die dort bereits früh und häufig mit ihnen in Kontakt kommen, einen Vorteil.

So lassen sich Allergiesymptome mildern

Doch was hilft es, wenn man weiß, warum es juckt, aber nicht, wie man es lindert? Der DAAB schlägt dazu drei konkrete Behandlungsmethoden vor: Mit einer sogenannten Hyposensibilisierung versucht man, dem Körper nach und nach eine steigende Dosis des Allergieauslösers zuzuführen, solange bis der Körper unempfindlich dagegen wird. Diese Methode ist mittlerweile sehr gut erforscht, benötigt aber eine längerfristige ärztliche Begleitung.

Die zweite Möglichkeit, Symptome zu mildern, sind klassische Medikamente, wie Antihistaminika oder antiallergische Nasensprays. Diese bekämpfen zwar die Wirkung, aber nicht die Ursache. Laut dem DAAB kann es in manchen Fällen auch sinnvoll sein, mit natürlichen Methoden, wie isotonen Salz-Lösungen zum Spülen der Nase, für Linderung zu sorgen.
Wer vor dem Schlafengehen die Haare wäscht, um Pollen herauszuspülen, Schutzgitter an den Fenstern anbringt, und sich an Lüftungsempfehlungen von Wetterdiensten hält, kann bis zur Behandlungsentscheidung zumindest vorerst für ein wenig Linderung sorgen. Letztlich lassen sich warme Sommertage im Grünen für Pollenallergiker aber nur dann richtig genießen, wenn man die persönlich beste Abwehr-Methode mithilfe ärztlicher Beratung gefunden hat.

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