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Samuel Hahnemann – der „Vater“ der Homöopathie
Geboren wurde Samuel Hahnemann 1755 in Meißen. Er wuchs in ärm­
lichen Verhältnissen auf, erhielt wegen seiner Begabung jedoch ein
Stipendium an einer weiterführenden Schule und konnte sogar 1775 sein
Medizinstudium mit einer Promotion abschließen. Später praktizierte
Hahnemann in vielen Städten als Arzt, Chemiker, Übersetzer und Schrift­
steller. Er verfasste einige Aufsätze über seine Selbst- und (wahrschein­
lich) Fremdversuche mit niedrigen Dosierungen. 1810 schließlich veröf­
fentlichte er die erste Ausgabe seines Grundlagenwerks zur Homöopathie:
„Organon der rationellen Heilkunde“. Dieses wurde in den folgenden
Jahren umfassend ergänzt und in mehreren Auflagen mit teils erheblichen
Änderungen versehen, bekam den Titel „Organon der Heilkunst“, gilt aber
heute noch als DAS theoretische Werk der Homöopathie.
Hahnemann heiratete 1782 eine Apothekertochter. Mit dieser hatte er
eine stattliche Anzahl von Kindern: 11. Die Familie zog wegen ihrer
andauernden Suche nach einer besseren Arbeit oder einer günstigeren
Wohnung innerhalb von 20 Jahren ganze 20 Mal um. 1835, fünf Jahre
nachdem seine Frau verstorben war, heiratete der inzwischen 80-jäh­
rige Hahnemann eine 45 Jahre jüngere französische Malerin. Mit ihr
gründete er die in ganz Europa berühmte homöopathische Praxis in
Paris. 1843 starb Samuel Hahnemann und wurde auf dem Pariser
Friedhof Montmartre beigesetzt.
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