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Dieser Name steht also für die wichtigs-
te Grundannahme Hahnemanns, das
Ähnlichkeitsprinzip, auch Simileprinzip
genannt – denn Hahnemann war der
Überzeugung, dass „Ähnliches durch
Ähnliches“ geheilt werden solle, latei-
nisch: „similia similibus curentur“.
Die Ähnlichkeitsregel kannten schon der
berühmte griechische Arzt Hippokrates
(460 – 370 v. Chr.) und der „Schweizer“
Arzt, Alchemist und Philosoph Paracel-
sus (wahrscheinlich 1493 – 1541). Erst
Hahnemann jedoch widmete dieser Regel
eingehende Selbstversuche, Forschungen
und Veröffentlichungen.
Die Anfänge der Homöopathie – oder:
die Alternative zur „Vier-Säfte-Lehre“
Ende des 18. Jahrhunderts – also wäh-
rend Hahnemanns Studium und in sei-
nen Anfängen als Arzt – war das Wissen
über den menschlichen Körper recht
gering. Bakterien und Hormone bei-
spielsweise waren nicht einmal bekannt,
über Stoffwechselprozesse wusste man so
gut wie nichts. Allein der Blutkreislauf
Foto: ©photocase.de/Saimen Illustrationen: Sarah Gertzen
Ganz natürlich – ein kleiner Überblick über den Markt der alternativen Heilmethoden
Ganz grundsätzlich kann man zwischen „Naturheilkunde“ (wie z.B. Phytotherapie, Aroma­
therapie) und „Alternativmedizin“ (z.B. Homöopathie, Bachblütentherapie, Traditionelle
Chinesische Medizin, Ayurverdische Medizin, Anthroposophische Medizin) unterscheiden.
Für all diese Methoden gilt: Sie sind als „Komplementärmedizin“ zu verstehen (komplemen­
tär: lateinisch für ergänzend). Das heißt, sie sind in den meisten Fällen keine vollwertige
Alternative, können jedoch eine sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin sein oder in klassische
Therapien miteingebunden werden. Auch bei komplementärmedizinischen Methoden ist eine
Rücksprache mit einem Arzt sinnvoll. Und: Bei schwereren Krankheiten sollte man sich nicht
allein auf alternative Heilmethoden verlassen.
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gesund sein
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