ORANGE 3-2013 - page 46

Foto: ©photocase.de/xxx
Kaltkeimer
(z.B. Bärlauch, Lavendel, Wald-
meister) brauchen eine ganz besondere
Behandlung: Im Freiland werden sie am
besten im Herbst ausgesät, so dass sich
während der kalten Wintermonate im
Inneren die keimauslösenden Substanzen
bilden. Für die Anzucht im Haus gibt es
auch hier einen kleinen Trick: Das Saatgut
mit feuchtem Sand mischen und dann im
geschlossenen Plastikbeutel ca. 2 Monate
im Kühlschrank aufbewahren. Danach
können die Samen in Aussaatgefäße über-
gesiedelt werden und bei normaler Zim-
mertemperatur keimen. Hier aber auch
wieder darauf achten, ob es sich dabei um
einen „Lichtliebhaber“ oder ein „Kind der
Dunkelheit“ handelt – Salbei zum Beispiel
zählt sowohl zu den Kalt- als auch zu den
Lichtkeimern.
Bei der Aussaat ist es wichtig, auf die Hin-
weise auf der Samentüte zu achten, denn
nicht jedes Kraut mag es gleich dunkel
oder feucht:
Bei
Lichtkeimern
(z.B. Basilikum, Thymi-
an, Kresse, Salbei) darf die Erdschicht
maximal so dick sein wie der Samen selbst.
Das führt schnell dazu, dass die Samen
mit dem Gießwasser weggespült werden
oder plötzlich austrocknen. Tipp: Bei der
Anzucht im Topf verhindert Klarsichtfolie
das Austrocknen der Saat. Ein weiterer
Kniff, den auch Großgärtnereien anwen-
den: Um die Keimkraft deiner Aussaat zu
verbessern, kannst Du die Töpfe täglich
mit Omas Rotlichtlampe bestrahlen.
Dunkelkeimer
(z.B. Borretsch oder Korian-
der) hingegen vertragen kein Licht. Bei
ihnen muss die Saat mindestens 1 cm dick
mit Erde bedeckt sein.
nailiaschwarz/diekatha, ©fotolia.com/Team 5 Illustrationen: Sarah Gertzen
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ratsam
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