ORANGE 3-2013 - page 32

Ein Sonntagmorgen im November. Das
Thermometer zeigt mickrige drei Grad,
den Himmel ziert ein trübes Grau.
Unterbrochen wird diese Szene plötzlich
von einer Gruppe junger Leute, die alle
irgendwie nach Sport aussehen. Nach
Freiluft-Sport im November: Handschu-
he, Pudelmütze, Strickschal werden über
Kapuzenpulli, Jogginghose und dicken
Socken getragen. Allerdings nicht lange,
denn die Jungs und Mädels auf dem
Platz gehören einem Ultimate-Team an
und treffen sich zum Training. Und das
bedeutet, dass gleich ordentlich gerannt,
geworfen und geschwitzt wird. Denn
Ultimate, dieses Mannschaftsspiel mit
Wurfscheibe, ist vor allen Dingen ein
Laufspiel.
Bei einem offiziellen Match stehen sich
zwei Teams mit je sieben Spielern gegen-
über, auf einem Feld, das die Länge und
die halbe Breite eines Fußballfeldes hat.
Wie beim American Football befinden
sich an den Enden des Spielfeldes zwei
Endzonen. Ziel des Spiels ist es, die
Wurfscheibe durch Zupassen in der geg-
nerischen Endzone zu fangen(!) und so
einen Punkt zu erzielen.
Kondition, Sprintstärke, Technik, Taktik –
das alles sollten die Spieler mitbringen.
Vor allem aber ist eines gefragt: Fair Play.
Denn einen Schiedsrichter gibt es nicht,
die Spieler regeln alle „Streitigkeiten“ in
Eigenverantwortung – egal, ob jemand
gefoult wurde, bei der Entscheidung, ob
Foto: ©photocase.de/Hackebeilchen
Ultimate –
Spirit of the
Game!
Das gute alte Frisbee ist schon seit Jahren nicht nur am Strand anzu-
treffen. Auch als offizielles Sportgerät hat es Einzug in Hallen und auf
Plätzen gehalten. „Ultimate“ heißt eine der Mannschaftsvarianten,
die selbst bei Ligaspielen und Weltmeisterschaften ohne Schiedsrichter
auskommen. Wir stellen Euch diesen Teamsport mit Wurfscheibe vor.
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sportlich sein
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