ORANGE 3-2013 - page 22

Dass Musik auf mehreren Ebenen gleich-
zeitig wirkt, liegt nicht zuletzt daran, wie
unser Hirn sie verarbeitet: Ist für die Ver-
arbeitung von Bildern größtenteils der auf
diese Aufgabe spezialisierte visuelle Cortex
zuständig, aktiviert Musik nicht nur einen,
sondern gleich mehrere Bereiche im Ge-
hirn – zum Beispiel das limbische System,
das Sehzentrum, aber auch den motori-
schen Cortex. Diese vielseitige Stimulation
hat gleich mehrere positive Effekte:
Stimmung rauf – Stress runter!
Du fühlst dich gestresst und niederge-
schlagen? Dein Lieblings-Gute-Laune-Lied
kann hier wahre Wunder vollbringen.
Durch seine Wirkung im limbischen
System – der „emotionalen Machtzentrale“
unseres Körpers – sorgt es für die Aus-
schüttung von Motivations- und Glücks-
hormonen wie Dopamin, Endorphin und
Oxytocin, regt aber auch gleichzeitig den
Abbau des Stresshormons Cortisol an.
Und damit nicht genug: Macht ein Musik-
stück Dich glücklich, entspannst Du Dich.
Mit der allgemeinen Muskelentspannung
weiten sich auch die Blutgefäße. Menschen
mit zu hohem Blutdruck haben so die
Möglichkeit, ihren gesundheitlich bedenk-
lichen Zustand etwas zu „entschärfen“.
Allerdings spielen hier Rhythmus und
Tempo der Musik eine wichtige Rolle,
denn so wie die „Schlagzahl“ eines Stückes
ist, will auch unser Herz schlagen – auf die
„Beats per Minute“ (bpm) kommt es an:
60 bpm – Entspannung total
Musik mit 60 bpm ähnelt dem verlangsam-
ten Herzrhythmus im Schlaf. Auch unsere
Gehirnwellen passen sich an. Man spricht
Foto: ©photocase.de/Fliegenpilz 11
Im Radio läuft DEIN Song, prompt hast Du gute Laune und der Tag
ist gerettet – Musik als Muntermacher. Doch sie kann noch viel mehr:
Gezielt eingesetzt verbessert sie unsere Gesundheit, verhilft uns zu
mehr Leistung im Sport und rettet sogar Leben.
Muntermacher
Mu
sik
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leben
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