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Es gibt nichts Gutes,

außer man tut es

Alles begann im Oktober 2014 mit der

Gruppe Transition Town Essen, die

sich für eine nachhaltige Lebensweise

und deren Umsetzung im städtischen

Raum einsetzt. Solche Initiativen treffen

den Nerv der Zeit, wie der enorme

Erfolg der sich rasant ausbreitenden

Repaircafés beweist. Denn in Zeiten

sich verknappender Ressourcen und

dem drohenden Klimawandel wächst

die Erkenntnis, dass unsere konsumori­

entierte Lebensweise an ihre Grenzen

stößt. Ein Ansatzpunkt: Anstatt kaputte

Dinge achtlos wegzuwerfen, werden sie

ab sofort wieder zum Leben erweckt.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Man

spart Geld und schont die Umwelt.

Und ganz nebenbei lernt man – wie in

einem Workshop – eine Menge über die

zugrundeliegende Technik. Außerdem

trifft man auch auf Gleichgesinnte in

entspannter Atmosphäre. So wirken die

Cafés als Begegnungsstätte, um nach der

Reparatur bei Kaffee und Kuchen ver­

wandte Themen wie Elektro-Autos oder

Gemeinschaftsgärten zu diskutieren,

oder ganz einfach gemütlich zu klönen.

Siegeszug einer Idee

Als die niederländische Umweltjourna­

listin Martine Postma 2009 in Amster­

dam das erste Repaircafé veranstaltete,

ratsam

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