Table of Contents Table of Contents
Previous Page  28 / 68 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 28 / 68 Next Page
Page Background

auf. Zudem kann sich die nachfolgende

Periode sowohl nach vorn als auch nach

hinten verschieben.

Rezeptfrei ja, aber mit Beratung!

Da eine ärztliche Verordnung jetzt nicht

mehr nötig ist, findet die Beratung ab

sofort in der Apotheke statt. Dort kann

festgestellt werden, ob die Einnahme

überhaupt sinnvoll ist und was zum Bei­

spiel in Hinsicht auf bereits bestehende

Krankheiten oder auf Wechselwirkungen

mit anderen Medikamenten beachtet

werden muss. Diese Beratung ist wich­

tig und auch einer der Gründe, warum

die „Pille danach“ nicht online verkauft

werden darf.

Die Kosten für die „Pille danach“ belaufen

sich, je nach Präparat, auf ca. 18 Euro.

Damit ist sie wesentlich teurer als konven­

tionelle Verhütungsmittel: Ein weiteres

Argument, sie wirklich nur als Pannen­

helfer im Notfall einzusetzen.

bis zu sieben Tage nach dem Geschlechts­

verkehr im weiblichen Körper überleben.

Je schneller die Einnahme, desto

zuverlässiger dieWirkung

Auf dem deutschen Markt sind derzeit

zwei Präparate mit unterschiedlichen

Wirkstoffen (Levonorgestrel und Ulipris­

talacetat) aber gleicher Wirkungsweise

erhältlich. Beide wirken recht zuverlässig

bei schneller Einnahme innerhalb der

ersten 24 Stunden. Sie können jedoch

auch später eingenommen werden:

Levonorgestrel bis zu 72 Stunden nach

dem Geschlechtsverkehr, Ulipristalacetat

sogar bis zu 120 Stunden, also fünf Tage

danach. Allerdings ist zu bedenken, dass

beide Mittel wirkungslos sind, sobald

bereits ein Eisprung stattgefunden hat.

Wartet man mit der Einnahme also zu

lange, besteht das Risiko, dass es in der

Zwischenzeit zum Eisprung kommt und

trotz Einnahme der „Pille danach“ eine

Schwangerschaft entsteht. Denn:

Die „Pille danach“ ist keine

Abtreibungspille!

Eine bestehende Schwangerschaft wird

durch keines der beiden Präparate ab­

gebrochen. Moralische Einwände gegen

die Einnahme der „Pille danach“ sind

also völlig unangebracht. Das Einzige,

was Frau Kopfschmerzen bereiten kann,

sind die Nebenwirkungen. Denn die

können im Vergleich mit der normalen

Pille heftiger ausfallen: Häufig treten

Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit,

gelegentlich auch Schmierblutungen

Ihr braucht die „Pille danach“ und seid

unter 20 Jahre alt?

Dann besteht die Möglichkeit der (Teil-)

Kostenübernahme durch die BKK vor Ort,

allerdings

nur mit Rezept

: Bei Frauen

unter 18 Jahren fallen keinerlei Gebühren

an, Frauen ab 18 und unter 20 Jahren

zahlen nur eine Rezeptgebühr von fünf

Euro. Männer erhalten die „Pille danach“

generell weder mit noch ohne Rezept.

28

gesund sein