ORANGE 2-2013 - page 6

Foto: ©photocase.de/cydonna  Illustrationen: Sarah Gertzen
Als „Tanorexie“ bezeichnet man im Fachjargon Bräunungssucht.
Nutella hat einen Lichtschutzfaktor von 9,7.
Forellen in kanadischen Flüssen leiden im Sommer zum Teil
unter Sonnenbrand.
Am Toten Meer bekommt man keinen Sonnenbrand: Weil es
über 400 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, ist die darüber befindli-
che Dunstschicht so dick, dass die schädlichen UV-Strahlen nicht bis
zum Boden kommen.
Den Twilight-Darstellern war es vertraglich untersagt, sich
während der Dauer der Film-Dreharbeiten zu sonnen!
richtig rein und kann unter Umständen
die DNS der Hautzellen verändern und so
den Hautkrebs auslösen.
Der Schutz vor solchen Gefahren ist
bekannt: Sonnencreme, und den Körper
nicht so lang in die pralle Sonne halten.
Den Schutz, den Sonnencremes, Öle und
Milchlotionen bieten, sollte man aller-
dings nicht überschätzen.
Es gibt zwei verschiedene Funktionswei-
sen von Sonnenschutz in Sonnencremes,
die chemische und die physikalische. Bei
chemischen Sonnencremes zieht der Wirk-
stoff in die Haut ein, bildet einen Filter
und wandelt die gefährliche UV-Strahlung
in harmlose Infrarotstrahlung um. Diese
Cremes sollte man 30 Minuten einwirken
lassen, bis man in die Sonne geht. Physika-
lische Sonnencremes wirken auf der Haut,
sie reflektieren die schädliche Strahlung
durch eine Vielzahl winziger „Spiegel“,
bestehend aus Metalloxiden. Diese bilden
dann einen weißen Film auf der Haut.
Bei Menschen mit empfindlicher Haut
und Kindern wird in der Regel eher zu
den physikalischen – oder auch minera-
lischen – Schutzpräparaten geraten, da
sie nicht in die Haut eindringen, weniger
Chemie aufweisen, Feuchtigkeit spenden
und sofort wirken.
Jeder Hauttyp verfügt über eine eigene „Ei-
genschutzzeit“, also die Zeit, die man sich
in der Sonne aufhalten kann, ohne sich
einen Sonnenbrand zu holen. Der Licht-
schutzfaktor der Sonnenschutzmittel er-
höht diese Eigenschutzzeit entsprechend,
man multipliziert die beiden einfach.
Im Internet gibt es inzwischen reichlich
Seiten, anhand derer man seinen Hauttyp
ermitteln kann. Da dies aber ein wichtiges
Thema ist, möchten wir gerne auf die Seite
aufmerksam
machen. Dort findet Ihr viele interessante
Fakten und Hinweise, und gibt man bei
„Suche“ das Wort „Hauttyp“ ein, bekommt
man einen guten Überblick über Haut­
typen und ihre Eigenschutzzeiten.
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