ORANGE 2-2013 - page 32

Kinder und Jugendliche überall die glei-
chen sind. Begonnen hat es in Karokh,
Afghanistan, im Jahr 2009. Gemeinsam
mit Rupert Neudeck, dem Gründer des
Friedenskorps „Grünhelme e. V.“, reiste
Dittmann nach Afghanistan und erkunde-
te die Möglichkeiten vor Ort. Sie ent-
schieden sich für eine bestimmte Schule,
an der ein Skatepark gebaut wurde. Die
Schule selbst entstand durch ein Hilfspro-
jekt und wird von 7.500 Kindern besucht.
Der Park ist inzwischen komplett in die
Hände der dortigen Lehrer übergeben
worden. Ein Schwerpunkt hier ist, neben
der Unterstützung der Jugend in einem
der ärmsten Länder der Welt, die Einbe-
ziehung der Mädchen: Da Skateboarding
in Afghanistan teilweise vollkommen un-
bekannt ist, wird es den Mädchen erlaubt,
diese Sportart auszuüben. Das holt sie aus
ihrer Isolation.
Weltweit ist es die gleiche Idee und die
gleiche Verwirklichung: jungen Men-
schen zu helfen, Orientierung zu finden,
Eigenverantwortung und Selbstvertrau-
en. In den Skateparks soll Kindern eine
Kindheit ermöglicht werden, für die das
so nicht selbstverständlich ist. In Nairobi,
Afrika, genauso wie in Münster, Deutsch-
land. Sie haben einen Ort, an den sie ge-
hen können, an dem sie spielen können
und spielerisch lernen.
Für die Projekte betätigt sich skate-aid auf
vielen Feldern: Es werden Gelder aufge-
tan, Skateboards und Zubehör gesammelt,
es wird auf Medien- und Organisations­
ebene kräftig genetzwerkt, die PR-Trom-
mel gerührt und Projektplanung betrie-
ben. Auf der Homepage von skate-aid wird
jedes dieser Projekte beschrieben, die
Situation im betreffenden Land, das Pro-
jekt an sich, über Fortschritte berichtet.
Fotos: ©Maurice Ressel, skate-aid, neon-fotografie, ©fotolia.de/Özgür Güvenç
skate-aid-Park in Karokh,
Afghanistan
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engagiert sein
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