ORANGE 2-2013 - page 12

Fotos: ©photocase.de/LiliConCarne/Gräfin._
gleichzeitig eingesetzt – eine soge-
nannte Kombinationstherapie. Denn
je stärker sich das Virus im Körper
vermehrt, desto mehr Virusvarianten
entstehen dabei. Diese vielen Varian-
ten sind nicht mit einem Medikament
allein zu bekämpfen. Nimmt man
mehrere verschiedene Medikamente,
ist es nicht so schlimm, wenn eine
Virusvariante gegen ein Medikament
unempfindlich ist – denn dann greift
der zweite oder dritte Wirkstoff der
Kombinationstherapie.
HIV-Medikamente setzen an verschie-
denen Stellen der Virusvermehrung an:
Sie verhindern das Eindringen des Virus
in die Zellen beziehungsweise dass das
Virus sein Erbgut in die Zelle einbau-
en kann, oder sie unterdrücken die
Bildung neuer Viren in den Zellen. Bei
der Einnahme ist Disziplin gefragt! Da
das Virus derzeit noch nicht völlig aus
dem Körper entfernt werden kann, müs-
sen Betroffene ihre Medikamente ein
Leben lang einnehmen, meist ein bis
zweimal täglich zu bestimmten Zeiten.
Gemeinsam gegen das Virus –
nationales und internationales Enga-
gement zeigt Wirkung!
Auch was die medizinische Versorgung
von HIV-Patienten in Schwellen- und
Entwicklungsländern angeht, hat sich
in den letzten Jahren viel getan. Ein
wichtiger Meilenstein war dabei die
Bildung des „Medicines Patent Pool“
im Jahr 2010. Dieser handelt mit den
Patentinhabern von HIV-Medikamen-
ten Bedingungen für die Weitergabe
dieser Patente an andere Firmen aus,
die dann Generika – also wirkstoff-
gleiche Kopien – dieser Medikamente
herstellen dürfen. Die Patenthalter
erhalten dafür Lizenzgebühren, die
Generika-Firmen erschließen sich
neue Märkte und die Betroffenen
erhalten Medikamente zum Bruchteil
des Originalpreises – eine „Win-win-
win“-Situation. So verringerten sich
die Kosten für eine Jahresration an
Medikamenten von unerschwingli-
chen 10.000 US-Dollar im Jahr 2000
auf unter 70 Dollar im Jahr 2012 für
das günstigste Präparat. Damit konnte
wesentlich dazu beigetragen werden,
dass sich die Versorgungsrate von
Infizierten in nur einem Jahr (von
2010 bis 2011) um 20% gesteigert hat.
Ein wichtiger Schritt auch in Hinblick
auf die Verringerung von Neuinfekti-
onen, denn eine gut funktionierende
Therapie verhindert die Übertragung
von HIV genauso zuverlässig wie
Kondome.
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