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Um diese Frage – und ihre Antwort –
zu verstehen, sollte man wissen, wie
HIV „funktioniert“. Hier die wichtigs-
ten Infos und Hintergründe:
Was passiert eigentlich bei einer
Infektion mit HIV?
Bei einer Infektion mit dem Humanen
Immundefizienz-Virus (kurz: HIV)
wird die körpereigene Einsatzzentrale
zur Krankheitsabwehr, die T-Helfer-
zellen, teilweise bis komplett außer
Kraft gesetzt. Das HI-Virus befällt diese
Zellen und verhindert so die interne
Organisation des Immunsystems. Die
auf die verschiedenen Krankheits-
erreger spezialisierten Alarm- und
Abwehrsysteme können nicht mehr
miteinander kommunizieren. Die
„Killerzellen“ erhalten keinen Verteidi-
gungsauftrag mehr. Keime, Bakterien,
Pilze und Viren können ungehindert
in den Körper eindringen.
Wie verläuft die Infektion?
Fatalerweise sind die ersten Anzeichen
einer Infektion oft genauso wie die
einer stinknormalen Grippe: Zwei bis
vier Wochen nach der Ansteckung
kann es zu Symptomen wie Fieber,
Durchfall, Nachtschweiß, geschwolle-
nen Lymphknoten und Hautausschlag
Foto: ©photocase.de/Herzschlag
Zwischen Kampf und Hoffnung
Anfang März dieses Jahres schlug eine Meldung ein wie eine
Bombe: „Ärzte heilen HIV-Baby“ – so oder so ähnlich lauteten die
Schlagzeilen rund um den Globus. Absoluter Einzelfall oder
berechtigter Anlass zur Hoffnung?
HIV und Aids im Jahr 2013
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