ORANGE 1-2015
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unseren Wunsch nach Verpackungslosig-

keit nur bedingt oder gar nicht erfüllen

durften. Die gute Nachricht zeigte sich

also auch hier schon: Es gibt immer

mehr Leute, die den alltäglichen Verpa-

ckungswahnsinn leid sind – und manche

dieser Leute haben Läden eröffnet. Dort

kann man seine Lebensmittel aus Kästen,

Säcken oder Schütten in Gefäße abfüllen,

die wiederbenutzbar sind. Diese bringt

man entweder selbst mit oder erwirbt sie

vor Ort. Einige Adressen findet ihr im

Kasten auf Seite 50. Wer hier einkauft, ver-

meidet schon mal einen großen Teil des

eigenen Hausmülls. Und unterstützt auch

die Betreiber der Läden. Wenn sich diese

Geschäftsidee rentiert, wird die Anzahl

dieser Läden steigen.

Denn am Ende sind es doch wieder die

Verbraucher, also wir, die für die steigende

Verpackungsflut verantwortlich sind.

Grüner einkaufen

Was kann man also tun, wenn man keinen

dieser „Ohne-Verpackung-Läden“ in

seiner Nähe hat? Hier ein paar Tipps zur

Müllvermeidung beim Einkauf:

• In jedem Supermarkt und auch im

Discounter kann man Plastiktüten ver-

meiden: Gemüse und Obst einfach so

wiegen lassen und einstecken.

• Immer einen Beutel dabeihaben – für

kleine Spontaneinkäufe. Beim Großein-

kauf gilt ja sowieso: eigenen Beutel oder

Rucksack mitnehmen.

• Viel auf dem Wochenmarkt kaufen,

dazu am besten eigene Gefäße oder

anderes wiederbenutzbares Verpa-

ckungsmaterial mitbringen.

• Immer mal wieder, auch im Supermarkt,

nach Produkten ohne Plastikverpackung

fragen: Druck von Verbraucherseite wirkt!

5 Merkworte zur Müllvermeidung

Wer möglichst viel im Sinne der Müllver-

meidung tun will, für den ist das fünf-

stufige System (wie es beispielsweise Bea

Johnson mit ihrem „Projekt: ZeroWaste-

Home“ betreibt, siehe Kasten auf Seite 53)

in diesem Merksatz hilfreich:

1. refuse

(ablehnen – Plastiktüte/

Werbekugelschreiber mitnehmen?

Nein, danke!)

2. reduce

(reduzieren – immer nochmals

überlegen: Brauch ich das wirklich?)

3. reuse

(Dinge nochmals benutzen, wenn

es denn geht)

4. recycle

(wiederverwerten – kann ich das

umfunktionieren?) und erst wenn das

alles nicht geht

5. rot

(verrotten lassen)

Und zwar genau in dieser Reihenfolge.

Das zeigt auch das Wichtigste an der

Müllvermeidung: Sie beginnt gar

nicht im eigenen Zuhause, sondern

im eigenen Kopf.

Foto: ©photocase.de/kallejipp, misterQM

Lebensmittel in den Müll?

Das muss nicht sein. Wie es anders geht,

könnt ihr nochmals nachlesen in der

ORANGE 02.2013

ab Seite 50 in dem Arti-

kel „

Das kommt mir nicht in die Tonne

“.

Oder auf unseren Service-Seiten:

www.bkkvorort.de/e-paper/orange-2-2013

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ratsam