ORANGE 1-2015
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vertreiben und ihnen vorzubeugen.

Auch in vielen wissenschaftlichen Studien

wurde belegt, dass Tai-Chi-Chuan und Qi-

gong den Blutdruck sowie die Funktion

von Herz und Kreislauf regulieren und

sich positiv auf unterschiedliche Erkran-

kungen wie beispielsweise Diabetes, Asth-

ma oder Multiple Sklerose auswirken.

Und die Energie – das Qi?

Zu all diesen positiven Effekten würden

die Chinesen sagen: Qigong und Tai-

Chi-Chuan erhalten und stärken das

Qi

(sprich: tschi). Der Begriff des

Qi

bedeutet im Chinesischen in etwa

Atem

oder

Energie

und steht sowohl für

die Vitalität des Körpers als auch der

gesamten Welt. Gemeint ist also in etwa

Lebensenergie

. Und genau auf diese zielen

auch die beiden Bewegungskünste ab:

Die Lebensenergie soll genährt und

gekräftigt werden.

Gesundheit, der Vorbeugung

gegen Erkrankungen und ihrer

Heilung, wie im Qigong. Gleichzeitig ist es

aber auch eine gute Vorbereitung auf die

komplexen Abläufe beim Tai-Chi-Chuan.

Unzählige positive Effekte – oder:

Was bringt mir das?

Aus unserer westlichen Sicht beschrieben,

sind beide Bewegungskünste zugleich

Heilgymnastik, Atemtherapie und Medita-

tion. Dass sich Muskelverspannungen

lockern und die Balancefähigkeit verbes-

sert wird, ist leicht zu verstehen.

Beide Übungssysteme sorgen aber auch

für Entspannung und innere Ruhe. Denn

während der Übungen wird sowohl der

Körper als auch der Geist beansprucht.

So schaltet das Gedanken-Karussell, das in

vielen gestressten Menschenköpfen stän-

dig rotiert, zwangsläufig ab – ein guter

Weg, um depressive Verstimmungen zu

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sportlich sein