ORANGE 1-2015
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Es gibt sie häufig nach dem Abitur, aber

auch manchmal nach einer Ausbildung

oder sogar mitten im Studium: diese

Momente im Leben, wo der Weg gerade

nicht weitergeht. Wo man dann innehält,

sich umschaut und Orientierung sucht. Wo

führt es mich als Nächstes hin? Manchmal

ist das der Auftakt für ein „Gap Year“, eine

mehrmonatige Auszeit vom Alltag, in der

man einfach mal etwas Neues ausprobiert

und andere Erfahrungen macht.

So geschehen bei Lukas Pillmann: Er ist

19 Jahre alt, hat seit dem letzten Sommer

sein Fachabi in der Tasche und steckt

gerade mittendrin, in seiner „Auszeit“. Wer

dabei allerdings an ruhiges, entspanntes

Abhängen und Nichtstun denkt, der irrt.

Im Gegenteil: Lukas ist beschäftigt wie

nie. Beim Turn- und Sportverein (TUS)

Haltern macht er ein „Freiwilliges Soziales

Jahr im Sport“ – kurz FSJ. Dass ihn das auf

Trab hält, liegt nicht nur am Arbeitgeber.

Die Liste seiner Aufgaben ist lang: In der

Geschäftsstelle des Vereins ist er wochen-

tags Ansprechpartner und Kommunika-

Fotos: ©TuS Haltern

Mut zur Lücke!

Ein Freiwilliges Soziales Jahr

im Sport als „Gap Year“

Bei den Amerikanern und Briten heißt es

schlicht „Gap Year“ – Lückenjahr: Hierzulande

fehlen uns (noch) die passenden Worte, um es

zu beschreiben. Und doch entscheiden sich immer

mehr junge Menschen zu einem Jahr „Auszeit“,

in dem sie neue Erfahrungen machen und sich

orientieren – oft im Rahmen eines „Freiwilligen

Sozialen Jahres“. Und das ist alles andere als ein

Lückenfüller …

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engagiert sein