ORANGE 1-2014 - page 27

tion
Mitwohnen.org
, durch die sie prompt
zwei fleißige Mitwohner fand. Sonja
empfindet diese Form des Zusammenle-
bens als eine wirkliche Entschleunigung
im täglichen Leben. Sich die anfallenden
Arbeiten einfach zu teilen und nicht
alleine im großen Haus zu wohnen, darauf
möchte sie nicht mehr verzichten. Ebenso
wenig ihre großen Kids.
So profitieren beispielsweise alle im Haus
von der Leidenschaft einer netten Mitwoh-
nerin, die täglich die gesamte Hausge-
meinschaft bekocht und sich dieses Hobby
ganz nebenbei als „Arbeitszeit“ anrechnen
lässt. Die Menschen, die hierherkommen,
so Sonja, sind alles urige Persönlichkeiten.
Schüler, die ihr Abi nachmachen, Jugendli-
che, die einen Ortswechsel brauchen, oder
Menschen, die sich neu orientieren wollen.
Wunderschön sei es, zu erleben, wie bisher
jeder hier zu sich selbst gefunden habe.
Französisch-Sprachkurse für Kinder und
freut sich über Unterstützung. Und bei der
Mitarbeit im Hofladen ist man ganz neben-
bei auch noch schnell ins Dorf integriert.
Und wie kommt man auf so was?
Schon als Studentin empfand die Ver-
mieterin Sonja das Leben in WGs als
Bereicherung.
Die ehemalige Juristin ist selbst Mutter
von vier Kindern – von denen zwei mit auf
dem Hof leben. Das kleine Dorf ist für sie
Heimat, in die es sie trotz längerer Zeit im
Ausland immer wieder zurückgezogen hat.
Als ihr im Jahr 2010 ein Bauernhof
angeboten wurde, der für sie und ihre
Kinder allein viel zu groß war, zog sie dort
zunächst mit bekannten Studentinnen
ein. Das Haus war damit aber noch immer
nicht gefüllt.
Durch Zufall entdeckte sie die Organisa-
Fotos: ©photocase.de/LEchaos; ©istockphoto.com/SilviaJansen
engagiert sein
27
1...,17,18,19,20,21,22,23,24,25,26 28,29,30,31,32,33,34,35,36,37,...68
Powered by FlippingBook