ORANGE 1-2014 - page 18

Auch André ist Musikfachhändler in der
Ausbildung. Sein Arbeitsalltag beginnt
allerdings am Computer, denn er ist zu-
ständig für den Verkauf von neuen und
gebrauchten Instrumenten sowie Zubehör
über eBay. Nicht das Hauptgeschäft des
Musikhauses, aber wichtiges Werbemittel,
um Aufmerksamkeit beim Zielpublikum
zu erregen: Wer sich online für ein Instru-
ment interessiert, kommt vielleicht auch
in den Laden, um sich beraten zu lassen.
Denn darin liegt die Stärke von Fach-
händlern vor Ort. Um mit den großen
Online-Kaufhäusern konkurrieren zu
können, fehlen schlicht und einfach die
Lagerkapazitäten.
Sind alle laufenden und beendeten
Angebote gesichtet und die neuen Artikel
eingestellt, geht es an die Bearbeitung des
Wareneingangs. Die Kunden der gelie-
ferten Bestellungen müssen informiert
werden – zumeist persönlich, per Telefon.
André sieht den Schwerpunkt seiner Tätig-
keit ganz klar im Dienstleistungsbereich.
„Wer glaubt, er kann als Musikfachhändler
den ganzen Tag Gitarre spielen, ist eindeu-
tig fehl am Platz“, so der gelernte Tischler
aus Krefeld. Auch er hat erst über Umwege
zu seinem Traumjob gefunden. Wobei
ihm seine erste Ausbildung durchaus von
Nutzen ist. Denn sein „Spezialgebiet“ sind
Gitarren, und hier ist er nicht nur in der
Fotos: Arnd Drifte
Offensichtlich nicht nur beruflich ein Anhänger
von gitarrenlastiger Musik:
Im Job ist André von
Blockflöte bis Xylophon bewandert, privat hat er
sein Herz an Rockabilly und Co. verschenkt ...
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leben
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