ORANGE 1-2014 - page 12

bei fettarmen Produkten nicht so lange
an – denn Öle und Fette regulieren das
Sättigungsgefühl. Eine Studie (TU Mün-
chen und Universität Wien) ergab, dass
der Sättigungsfaktor bei Olivenöl am
höchsten ist. Zu diesem Thema müssten
jedoch noch weitere Studien folgen. Es
scheint jedoch beinahe erwiesen.
Und: Wer weniger Fett auf dem Teller
hat, isst wahrscheinlich mehr Kohlenhy-
drate, die auch Energie liefern, also dick
machen können.
Wie viel Fett ist gesund? Oder: Ab wann
setzt man an?
„Wer weiß, wann es wieder was zu essen
gibt, da leg ich doch besser einen Vorrat
an“, dachte sich der menschliche Körper
in Zeiten der Nahrungsmittelknapp-
heit, und zwar zu Recht. Kleine Polster
waren gut im Überlebenskampf. Da wir
heutzutage in Deutschland aber zumeist
nur hungern, wenn wir es so wollen, und
überall geschmackliche Vergnügungen
locken, sind viele übergewichtig. Ein
Grund: Die Deutschen nehmen rund
80 bis 100 Gramm Fett pro Tag zu sich.
Das ist deutlich zu viel. 60 – 75 Gramm
Fett pro Tag sind für Erwachsene je nach
Gewicht und Geschlecht ausreichend.
Somit würde im Idealfall das Fett aus der
Nahrung 30% der Energie (Kalorien)
ausmachen – wer sich viel bewegt kann
auch 35% seiner Kost über Fett zu sich
nehmen, ohne Folgeschäden in Form
von Dicksein oder Erkrankungen, die
Herz und Gefäße betreffen.
Statistisch werden inzwischen weniger
sogenannte „Streichfette“, wie Margarine
und Butter, von den Deutschen verzehrt.
Das bewertet die Deutsche Gesellschaft für
Ernährung als positiv (Ergebnisse des 12.
Ernährungsberichts der DGE, 12/2012) –
Fotos: ©photocase.de/pontchen, inkje; ©istockphoto.com/kone
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gesund sein
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