Illustrationen:
©
Carolin Barth
Kommen die ersten Sonnenstrahlen, dann
kommen auch die Menschen aus ihrem
Winterbau: Zum Angrillen im Garten, zum
Spaziergang in der lauen Luft, zum ersten
Fußballspiel auf der Wiese. Doch einige
freuen sich nur bedingt über Frühlings-
wetter. Bei ihnen beginnt die Nase zu
triefen, die Augen röten sich, und diese
Menschen ziehen sich dann auch mal
gerne in geschlossene Räume zurück:
Sie leiden unter Heuschnupfen.
Wir sprechen hier übrigens nicht von
einigen Sonderlingen: Die Schätzungen
darüber, wie viele Menschen in Deutsch-
land unter Heuschnupfen leiden, reichen
von 6 bis 12 Millionen Betroffenen.
Pollinosis, so nennt das der Mediziner,
wenn das große Niesen und Schniefen
und Triefen wieder losgeht: Die Pollen von
Blumen, Bäumen und Gräsern, die durch
die Luft schwirren, geraten in Kontakt
mit unseren Augen und werden von uns
eingeatmet. Was eigentlich auch kein
Problem ist. Außer, man leidet eben unter
Heuschnupfen. Dann denkt der Körper,
die Pollen seien der Feind, und feuert aus
allen Rohren: Immunzellen setzen Entzün-
dungsstoffe frei, Histamine genannt, die
die Schleimhäute anschwellen lassen und
Juckreiz auslösen.
Es gibt bewährte Tipps, wie man sich
dem Pollenflug teilweise entziehen kann:
3
Das Tragen von Sonnenbrillen ver-
mindert den Kontakt der Pollen mit
den Augen.
3
Das Lüften zu Zeiten, in denen der
Pollenflug geringer ist, vermindert den
Aufenthalt von Pollen in den heimi-
schen vier Wänden (in der Stadt wäre
das morgens zwischen 6 und 8 Uhr, auf
dem Land zwischen 19 und 24 Uhr
3
Das Duschen vor dem Schlafengehen
spült Pollen aus den Haaren, das
macht die Nacht deutlich angenehmer.
3
Im Hochgebirge und am Strand gibt es
weniger Pollenflug, das sollte man bei
der Urlaubsplanung beachten.
Es gibt noch viele weitere nützliche Tipps
dieser Art. Sie finden sich im Internet;
der Suchbegriff „Heuschnupfen“ bringt
eine Fülle von Ratschlägen. Natürlich ist
es auch gut zu wissen, wann welche Pollen
eigentlich wo schwirren. Dafür gibt es die
Pollenflugkalender. In ihnen steht für das
gesamte Jahr verzeichnet, in welchen Mo-
naten welche Pollen besonders verstärkt
vorkommen. Auf der Website
flug.de findet sich nicht nur eine ganzjäh-
rige Übersicht der Pollenflugsaison. Man
kann dort auch interaktiv sein Bundesland
auswählen und bekommt eine dreitägige
Vorhersage, vor welchen Pollen man sich
in Acht nehmen sollte.
Ein Problem ist, dass man gerade in jun-
gen Jahren Ratschlägen wie „Vermeiden
Sie bei trockenem und warmem Wetter
den Aufenthalt im Freien und halten Sie
Ihre Fenster geschlossen“ nicht viel ab-
gewinnen kann.
Für alle, die sich bei trockenem, warmem
Wetter auch einfach mal in den Biergarten
setzen wollen, gibt es Möglichkeiten, die
Gesundheit!
Jedes Jahr im Frühling, wenn es endlich wieder warm wird, zieht es
die Menschen nach draußen ins Freie. Für viele allerdings beginnt
jetzt nicht die Zeit der Grillpartys oder Biergärten. Für sie steht die Zeit
der juckenden Nase und der brennenden Augen ins Haus: Mit der
Natur erblüht auch der Heuschnupfen.
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gesund sein
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