Wenn es um die Zubereitung der perfekten
Tasse Kaffee geht, scheiden sich die Geister,
und mit religiösem Eifer werden in Barista-
Kreisen die Vor- und Nachteile der einzel-
nen Methoden diskutiert. Ein unbestreit-
bares Comeback hat in den letzten Jahren
allerdings der gute alte Filterkaffee gefeiert
– Low-Tech, günstig und mit der Möglich-
keit zum geschmacklichen „Feintuning“.
Und so geht‘s:
1.
Mahlgrad des Kaffeepulvers
: Ideal für
Filterkaffee ist ein mittlerer Mahlgrad.
Ist das Pulver zu fein, verstopfen die Fil-
terporen, ist es zu grob, fließt das Wasser
zu schnell durch und der Kaffee wird zu
dünn.
2.
Dosierung des Kaffees:
Nichts ist peinlicher,
als Gästen eine dünne Plörre anstelle
eines köstlichen Wachmachers zu servie-
ren. Deshalb gilt bei der Dosierung des
Kaffeepulvers folgende Faustregel:
pro 125ml (kleine Kaffeetasse) - 7,7g
pro 195ml (Kaffeebecher) - 12g
pro 1l (Kanne) - 61,5 g
Ein normaler gehäufter Tee- oder Kaf-
feelöffel fasst ca. 5 Gramm Kaffee. Die
meisten Dosierlöffel für Kaffee messen
glattgestrichen genau 7g ab. Perfektion-
nisten können natürlich auch gern mit
der Küchenwaage arbeiten.
3.
Wassertemperatur:
Nie das Wasser noch
kochend über das Pulver gießen –
ebenso wie bei zu kaltem Wasser leidet
hier das Aroma. Besser: Das Wasser nach
dem Aufkochen noch 1 Minute stehen
lassen. Dann hat es die ideale Tempera-
tur von 92 bis 96 Grad Celsius.
4.
Filter
: Bevor das Pulver in den Filter
kommt, diesen kurz mit heißem Wasser
ausspülen – vermeidet Papiergeschmack
im späteren Kaffee. Dann das Pulver
einfüllen und auf eine glatte, ebene
Oberfläche achten. So wird es schön
gleichmäßig vom Wasser durchdrungen.
5.
Aufgusstechnik:
Von innen nach außen in
kreisförmigen Bewegungen das Pulver
aufgießen. Den Aufguss beenden, wenn
das Wasser im Filter ca. 1cm über dem
Kaffeepulver steht. Kurz vorsichtig mit
einem Löffel umrühren. Danach fort-
laufend das Wasser nachfüllen, aber nie
höher als beim ersten Aufguss. Ideale
Brühzeit: 5 Minuten. Danach gelangen
zu viele Bitterstoffe in den Kaffee.
Coffein-Doping
Bis 2004 stand Coffein auf der Dopingliste des Interna-
tionalen Olympischen Komitees. Trotz sehr hoher Grenz-
werte wurde der spanische Radprofi Oscar Sevilla vom
Team Kelme im Juli 2000 „positiv“ auf Coffein getestet.
Darauf schloss sein Verband ihn von der Teilnahme an
der Straßen-Weltmeisterschaft aus.
Früher war alles besser?
Stimmt nicht. Kaffee ist in den letzten Jahrzehnten immer günstiger geworden. Wer z.B. in
den 70er Jahren Kaffee trinken wollte, musste tief in die Tasche greifen: Der damalige Preis
für ein Pfund Kaffee würde umgerechnet heute bei 11,50 Euro liegen.
Ich schaue Dir in die Zukunft, Baby!
Aus Kaffeesatz lässt sich sehr wohl die Zukunft lesen –
nämlich die der Pflanzen: Wegen seines hohen Gehalts
an Stickstoff, Kalium und Phosphor gibt er exzellenten
Dünger ab und ist besonders bei Rosenzüchtern beliebt.
Also, gönnt euren Pflänzlein doch auch mal ein Tässchen!
Katzenjammer?
Als teuerster Kaffee der Welt gilt der
indonesische „Kopi Luwak“ – pro Kilo
gerösteter Bohnen zahlt man um die 220,-
Euro. Die rohen Kaffeekirschen werden
an Schleichkatzen verfüttert. Diese verdau-
en das Fruchtfleisch, die darin enthaltenen
Bohnen fermentieren auf ihrem Weg
durch das Gedärm der Schleichkatze und
kommen am anderen Ende als Delikatesse
wieder heraus – Mahlzeit!
Die perfekte Tasse Kaffee
Tipps zur Aufbewahrung:
Wie?
luftdicht, dunkel,
trocken und kühl
Worin?
Behälter aus Glas/
Porzellan/Metall
Wo?
Kühlschrank oder
Gefrierfach
Wie lange?
2 bis 8 Wochen nach
Packungsanbruch
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