Foto: ©photocase.de/mediam, Illustrationen: Sarah Gertzen
Kaffee – die
Droge der Nation
Kaffee war und ist der Deutschen Lieblingsgetränk. Rund 150 Liter
trinken wir im Durchschnitt davon pro Jahr. Hier einige lustige, prak-
tische und skurrile „facts and figures“ rund um den heißen schwarzen
Wachmacher.
Coffeinismus
Wie die meisten Genussmittel kann auch Kaffee (bzw. der
Konsum von Koffein) zur Sucht werden. Dann spricht man
von Coffeinismus. Nach 12 bis 24 Stunden „ohne den Stoff“
(also gern auch schon mal nach ausgiebigem Ausschlafen
am Wochenende) können schon Entzugserscheinungen
wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Fressattacken auftreten.
„Muckefuck“ und „Erichs Dröhnung“
Nein, das sind keine neuen Indie-Punkbands, sondern zwei Namen für Ersatzkaffee:
„Muckefuck“ ist der Getreidekaffee, der besonders nach dem Krieg aufgrund von Boh-
nenmangel aus der gerösteten Wurzel der Zichorie (Verwandte des Chicorées) gebraut
wurde. Auch später in der ehemaligen DDR waren Kaffeebohnen Mangelware. Dort wurde
das Kaffeepulver mit Getreide, Zuckerrüben und Erbsen gestreckt. Was nach dem Aufguss
dabei herauskam, war als „Erichs Dröhnung“ verschrien.
Lieber Kaffee als Sex!
Das freut die Deutsche Kaffeeindustrie:
Laut repräsentativer Umfrage verzichten
57 Prozent (!) der Deutschen lieber eine
Woche auf Sex als auf ihren Kaffee. Ob
das allerdings auch noch für besonders
schlechten Kaffee und besonders guten
Sex gilt, wurde nicht abgefragt...
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