Inform 3 / 2015
Table of Contents Table of Contents
Previous Page  15 / 32 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 15 / 32 Next Page
Page Background

»Altwerden ist nichts für Feiglinge«, sagte Joachim Fuchs-

berger einmal. Da ist was dran. Den meisten tun die

Knochen schon seit vielen Jahren weh. Vielleicht

macht die Pumpe Schwierigkeiten. Oder sie

stellen fest, dass sie anfangen, Sachen zu

vergessen. Das kann einem eine Heiden-

angst einjagen. Was soll werden, wenn

das noch schlimmer wird? Pflegeheim?

Nur als allerletzte Option. Man sollte

versuchen, so lange wie möglich im ver-

trauten Umfeld zu bleiben. Das ist man

sich und dem Leben schuldig. Glücklicher-

weise ist das mit der Unterstützung von Fa-

milie, Freunden, Bekannten und Pflegediensten

sehr lange machbar.

Das individuelle Wohnumfeld kann man durch bauliche

Maßnahmen positiv verändern. Rampen für Rollstühle

bauen, einenTreppenlift oder ein Badezimmer, in das man

auch im Rollstuhl locker rein- und wieder rauskommt. In

der Küche kann man durch Umbaumaßnahmen ebenfalls

dazu beitragen, die Selbstversorgung zu ermöglichen. Ja,

das kann teuer werden. Aber die Pflegekasse unterstützt

wohnumfeldverbessernde Maßnahmen.

Die Voraussetzungen dafür sind die Anerkennung einer

Pflegestufe und eine Beurteilung durch den Medizini-

schen Dienst der Krankenkassen. Die Pflegekasse kann

je Maßnahme einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro

gewähren. Den kann man dann beispielsweise

verwenden, um Treppenlifte, Aufzüge oder

Fenster mit Griffen in rollstuhlgerechter Höhe

einzubauen. Auch Maßnahmen, die mit we-

sentlichen Eingriffen in die Bausubstanz ver-

bunden sind, werden unterstützt, zum Beispiel

Türverbreiterungen, fest installierte Rampen,

die Erstellung von Wasseranschlüssen bei der

Herstellung von hygienischen Einrichtungen oder

der Einbau einer behindertengerechten Dusche.

Leben mehrere Pflegebedürftige in einer gemeinsamen

Wohnung, dürfen die Zuschüsse für Maßnahmen zur

Verbesserung des gemeinsamen Wohnumfeldes einen

Betrag von 4.000 Euro je Pflegebedürftigen nicht über-

steigen.

Fragen Sie bei der Pflegekasse nach einem Antrag auf

Wohnumfeldverbesserung oder laden Sie diesen An-

trag auf unserer Internetseite

viactiv.de

WEBCODE 2563

herunter.

Falls Sie diese Maßnahme in Anspruch nehmen wollen,

legen Sie bitte zwei Kostenvoranschläge bei. Wenn Sie

zur Miete wohnen: Besprechen Sie vorher die baulichen

Maßnahmen mit IhremVermieter.Wir helfen gern weiter:

0800 222 12 11

Weil es zu Hause

am schönsten ist

Wie man den Unwägbarkeiten des Alters trotzt

und in seinem Zuhause wohnen bleibt.

© Eva Katalin Kondoros / istock

15

www.viactiv.de