Inform 3 / 2013 - page 7

Ein Köpper in den Baggersee. Ein Überholmanöver
mit dem Motorrad und eine Ölspur auf der
Gegenfahrbahn. Ein falsch berechneter Überschlag
mit dem BMX-Rad. Das kann alles gut gehen.
Aber manchmal eben auch nicht.
„So möchte ich nicht enden!“ – das ist
wohl das, was jeder denkt, wenn ihm
Bilder von Komapatienten durch den
Kopf gehen. Aber die wenigsten un-
ternehmen etwas für diesen Fall. Da-
bei kann jeder durch Unfall, Krank-
heit oder Alter in die Lage kommen,
wichtige Fragen nicht mehr selbst
beantworten zu können. Das neue
Patientenrecht regelt die wichtigsten
Fragen für diesen Fall.
Vorsorgevollmacht
Mit der Vorsorgevollmacht überträgt
man einer anderen Person die Wahr-
nehmung bestimmter oder sogar aller
Angelegenheiten für den Fall, dass
man selbst nicht mehr in der Lage
ist, Entscheidungen zu treffen. Der
Bevollmächtigte kann dann frei ent-
scheiden. Das Gericht wird nur einge-
schaltet, wenn dies zur Kontrolle des
Bevollmächtigten erforderlich ist.
Betreuungsverfügung
Mit der Betreuungsverfügung kann
jeder im Voraus festlegen, wen das
Gericht als Betreuer bestellen soll,
wenn man seine Angelegenheiten
selbst nicht mehr wahrnehmen kann.
Ebenso kann bestimmt werden, wer
auf keinen Fall als Betreuer infrage
kommen soll. Möglich sind auch in-
haltliche Vorgaben für den Betreu-
er, etwa die kategorische Ablehnung
einer Unterbringung im Pflegeheim.
Patientenverfügung
In der Patientenverfügung kann man
vorab über die Durchführung medi-
zinischer Maßnahmen entscheiden.
Man kann festlegen, welche ärztliche
Behandlung bei konkret beschriebe-
nen Krankheitszuständen gewünscht
oder nicht gewünscht ist. Auf der
Website der BKK vor Ort können Sie
einen Vordruck für die Patientenver-
fügung in unserem Downloadcenter
herunterladen.
Patientenrecht
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