Inform 3 / 2013 - page 22

03|2013
ZUSÄTZLICHE GESUNDHEITSUNTERSUCHUNGEN
FÜR KINDER UND JUGENDLICHE
Ein neues Präventionsgesetz ist in der Diskus-
sion. Ein Punkt innerhalb dieses Gesetzesvor-
habens betrifft die Vorsorgeuntersuchungen für
Kinder und Jugendliche bis zum Alter von zehn
Jahren und darüber hinaus. Zurzeit begleiten
die Untersuchungen U1 bis U9 heranwachsende
Kinder nur von der Geburt bis zum Alter von
sechs Jahren. Aber die Entwicklung der Kinder
endet nicht mit der U9 – im Gegenteil, auch in
der Schulzeit schreitet die körperliche, geistige
und psychosoziale Entwicklung weiter voran.
Was also kommt nach dem sechsten Geburtstag?
Für die BKK vor Ort ist es selbstverständlich,
Eltern bei der gesunden Entwicklung ihrer Kin-
der mehr Sicherheit zu geben. So entstanden
neue zusätzliche Früherkennungsuntersuchun-
gen, die von Haus-, Kinder- und Jugendärzten
durchgeführt werden. Die Untersuchungen wer-
den in einem besonderen Checkheft dokumen-
tiert, das den Versicherten ausgehändigt wird.
U10 für Kinder im Alter von sieben bis acht Jahren
Neben der körperlichen Entwicklung liegt
der Schwerpunkt auf dem Erkennen von Ent-
wicklungsstörungen, Schulleistungsstörungen
wie Lese-/Rechtschreib-/Rechenstörungen, von
Störungen der motorischen Entwicklung sowie
von Sozialisations- und Verhaltensstörungen
(zum Beispiel ADHS), die oft erst nach dem
Schuleintritt deutlich werden. Zusätzlich sind
Zahn-, Mund- und Kieferanomalien sowie das
Medienverhalten Gegenstand der Untersuchung.
U11 für Kinder im Alter von neun bis zehn Jahren
Auch bei Kindern dieses Alters steht die alters-
gerechte Entwicklung im Fokus. Schulleistungs-
störungen, Sozialisations- und Verhaltensstö-
rungen werden vom Arzt hinterfragt. Aber auch
gesundheitsschädigendes Verhalten soll erkannt
und, wenn nötig, entsprechende Therapiemaß-
nahmen eingeleitet werden. In diesen Unter-
suchungsbereich gehört auch der Umgang mit
Medien oder Suchtmitteln.
J1 für Jugendliche von 13 bis 14 Jahren
Diese Untersuchung ist eine Leistung aller ge-
setzlichen Krankenkassen. Gegenstand ist auch
hier die altersgerechte Entwicklung des Her-
anwachsenden. Zusätzlich wird der Impfstatus
erhoben und eventuell fehlende Impfungen wer-
den nachgeholt.
J2 für Jugendliche im Alter von 16 bis 17 Jahren
Diese Vorsorgeuntersuchung bietet dem Jugend-
lichen eine weitere Möglichkeit, sich ein Bild
von seiner altersgerechten Entwicklung zu ma-
chen. Zu den Schwerpunkten der J2 gehört das
Erkennen bzw. Behandeln von Pubertäts- und
Sexualitätsstörungen, von Haltungsstörungen
und Fitnessproblemen sowie von medizinischen
Risiken wie Schilddrüsenerkrankungen bis hin
zu Diabetes, des Weiteren von Sozialisations-
und Verhaltensstörungen. Angesprochen wer-
den auch Themen wie das Medienverhalten und
der Umgang mit Drogen. Nicht überall können
diese zusätzlichen Untersuchungen mit der Ver-
sichertenkarte in Anspruch genommen werden.
In diesen Fällen sollten sich Versicherte direkt an
die BKK vor Ort wenden.
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