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www.bkkvorort.de

Verwaltungs- und

Verfahrenskosten

5,0%

Sonstige

Ausgaben

0,5%

Ärztliche Behandlung

15,9%

Sonstige Leistungen

9,7%

Krankengeld

6,3%

Zahnärztliche Behandlung

4,5%

Zahnersatz

1,6%

Heil- und

Hilfsmittel

5,9%

Arzneimittel

16,0%

Krankenhaus

34,6%

JAHRESERGEBNIS

Die BKK vor Ort hat Bilanz gezogen. Das Jahr

2014 ging mit einem erwarteten Fehlbetrag von

rund 32 Millionen Euro zu Ende. Während die

Einnahmen der Kasse – vornehmlich Zuweisun-

gen aus dem Gesundheitsfonds – im Vergleich

zum Vorjahr um 2,7 Prozent stiegen, nahmen

die Leistungsausgaben um 6,7 Prozent zu. Ins-

gesamt überstiegen die Ausgaben der Kasse die

Einnahmen um 42 Euro je Versicherten. Das Ver-

mögen der BKK vor Ort ging auf 95,5 Millionen

Euro zurück.

»Der Vermögensabbau im Jahr 2014 war

geplant«, erklärt Reinhard Brücker, Vorstands-

vorsitzender der BKK vor Ort. »Gleichzeitig

haben wir 2014 die Zusatzleistungen ausge-

baut. Damit haben wir unsere Versicherten an

der guten Finanzlage der Kasse beteiligt. Für die

Zukunft versprechen wir unseren Versicherten

die Fortführung unserer Zusatzleistungen, auch

wenn der Druck weiter zunehmen wird.«

Der größte Ausgabenbereich mit einem Anteil

von über 34 Prozent ist wie immer der Kran-

kenhausbereich. Ausgaben für ärztliche Behand-

lung und Arzneimittelausgaben sind mit 15,9 bzw.

16,0 Prozent nahezu gleich. Der Anteil für Kran-

kengeld ist mit 6,3 Prozent unverändert hoch.

In nahezu allen Leistungsbereichen lagen die Aus-

gabensteigerungen über dem Bundesdurchschnitt.

Dramatisch hierbei der Krankenhausbereich mit

einer Steigerung um 4,7 Prozent und die Arztkos-

ten mit einem Plus von 4,9 Prozent im Vergleich

zum Vorjahreszeitraum. Die Verwaltungskosten

sanken 2014 um 0,8 Prozent.

»Wir beklagen seit Jahren die ungerechte Verteil-

systematik des Gesundheitsfonds. Diese ist dem

Gesetzgeber bekannt, doch zum Handeln bringt

ihn diese Erkenntnis kaum«, stellt Reinhard Brü-

cker erneut fest. »Ein großer Teil unserer Ausga-

ben wird nicht sachgerecht ausgeglichen. Für Alte

und Kranke steht weiterhin zu wenig Geld zur

Verfügung, für Versicherte in Großstädten und

überversorgten Regionen wie dem Ruhrgebiet

gibt es immer noch keinen regionalen Ausgleich

und beim Krankengeld bleiben die tatsächlichen

Ausgaben der Kasse nahezu unberücksichtigt.«