Inform 2 / 2014 - page 14

Als Personalleiter in einem großen internationalen Unterneh-
men wurde das Leben Jürgen Chmieleks von langen Arbeitstagen,
Dienstreisen in die ganze Welt und immer neuen Herausforde-
rungen bestimmt. Eine völlig neue Herausforderung kam auf ihn
zu, als seine Frau Sandra einen Herzinfarkt erlitt. Aufgrund man-
gelnder Sauerstoffversorgung ϐiel sie in ein Wa…hkoma. Na…h ei-
nem halbjährigen Krankenhausaufenthalt war Chmieleks Ehefrau
ǽausthera’iertǼ. Jürgen Chmielek ents…hied si…h dazu, seine Frau
ni…ht in ein Pϐlegeheim zu geben, sondern sie zu Hause zu versor-
gen. Das bedeutete für ihn ni…ht nur, si…h ’ϐlegeris…he rundlagen
anzueignen, sondern eben au…h, den Job aufzugeben. Wie sehr ihn
sein Beruf ausgefüllt hatte, merkte er erst, als er die Pϐlege seiner
Frau im riff hatte. Die age wurden länger und länger und ließen
si…h mit Joggen oder arten’ϐlege ni…ht befriedigend ausfüllen.
Chmielek erinnerte si…h daran, dass er s…hon immer ein Fa…hbu…h über Personalwesen und Arbeitsre…ht
hatte s…hreiben wollen. Aber mittlerweile war er mehr als ein Jahr aus dem Job und sein Wissen teilwei-
se ni…ht mehr aktuell. Bei eröffentli…hung würde er fast drei Jahre aus dem Beruf sein. Wer würde ein
Fa…hbu…h eines Eš’ersonal…hefs lesen wollenǫ Also überlegte er si…h etwas anderes. Wie bei so vielen
der eneration der ͷͲer-Ȁ͸Ͳer-Jahre waren seine ersten Leseerfahrungen von Enid Bl›ton und Karl a›
ge’rägt. Warum also kein Jugendbu…h s…hreibenǫ Chmielek begann somit die ǽKellerkinderǼ- rilogie zu
s…hreiben. Als ehemaliger Pfadϐinder konnte er darin eigene Abenteuer und Erlebnisse verarbeiten. Als
eines seiner wi…htigsten Bü…her gilt ǽ oloǼ. Es entstand aus einem einzigartigen Projekt mit S…hülerin-
nen und S…hülern des Jose’h-König- ›mnasiums in Haltern am See. Ein eitungsartikel in der Halterner
eitung ȋRuhr Na…hri…htenȌ über Drogen’robleme am ›mnasium inklusive eines Interviews mit dem
S…hulleiter bra…hte Jürgen Chmielek dazu, Kontakt zu diesem aufzunehmen. S…hnell waren si…h S…hullei-
tung und Autor einig darüber, dass ein gemeinsames Bu…h’rojekt zum hema in dieser Situation si…her
ein roter Faden in der Su…ht’rävention der S…hule sein könnte. emeinsam mit den S…hülern entstand
ein Bu…h, das unter anderem von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung als Projekt des onats
gewürdigt wurde.
Jürgen Chmielek hat si…h dur…h sein S…hreiben neu erfunden. Natürli…h las er seiner Frau stets vor, was
er verfasste, und hielt so einen Kontakt aufre…ht, von dem man nie wissen konnte, wie intensiv sie ihn
vers’ürte. Jürgen Chmieleks Ehefrau hat übrigens eine erbesserung ihres ustandes erfahren. Ihre Fä-
higkeit zu emotionalen Reaktionen hat si…h teilweise regeneriert. Im A’ril ʹͲͳͶ hat Jürgen Chmielek im
Alter von ͸ͳ Jahren als neue Herausforderung ein weitstudium der Politikwissens…haften und Sozio-
logie an der Fernuni Hagen begonnen. Wir sind uns si…her, dass er im Laufe der eit au…h aus dem dort
Erlernten neue Anregungen für weitere Publikationen gewinnen wird.
Wie unser Versicherter Jürgen Chmielek zum Autor wurde
SCHREIBEN
Ȋ
ALS
Ȋ
HERAPIEԜ
FREIZEIT
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02|2014
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